Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Der Norden Schmalspurbahn auf dem Weg zum Brocken in Schneewehe festgefahren
Nachrichten Der Norden Schmalspurbahn auf dem Weg zum Brocken in Schneewehe festgefahren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:13 08.01.2019
Die Harzer Schmalspurbahn. Quelle: dpa
Anzeige
Wernigerode

Ein Zug der Harzer Schmalspurbahn hat sich auf dem Weg zum Brocken in einer Schneewehe festgefahren. Der Zug mit mehreren Dutzend Fahrgästen steckte am Dienstag gut vier Stunden lang fest, wie Unternehmenssprecher Dirk Bahnsen sagte. Eigentlich sollte er gegen Mittag am Bahnhof auf dem 1141 Meter hohen Berg ankommen und Touristen einsammeln. Doch kurz vor dem Ziel blieb der Zug im Schnee stecken. Das Fahrzeug musste aufwendig freigeschaufelt werden. Eine Lok holte den einen Teil des Zuges mit allen Passagieren ab und fuhr ihn bergab zurück zum Bahnhof Drei Annen Hohne in Wernigerode.

Der zweite Zugteil samt festgefahrener Lok steckte am Abend weiter fest. Beschäftigte der Schmalspurbahn versuchten, das Fahrzeug freizuschaufeln. Der ursprüngliche Plan, mit der Lok zum Bahnhof am Brocken zu fahren, um dort weitere Passagiere, Wanderer und Bahn-Personal einzusammeln und zum Tal zu bringen, musste am Abend aufgegeben werden. Stattdessen sollten die etwa 60 festsitzenden Leute mit mehreren Kleinbussen nach Wernigerode gebracht werden, wie ein Bahnsprecher am Abend sagte.

Anzeige

Derzeit fahren keine weiteren Züge auf der Strecke

Auf dem Brocken wehten heftige Böen und türmten den Schnee zu bis zu zwei Meter hohen Verwehungen auf, wie Bahnsen sagte. Das sei schwer vorhersehbar gewesen. „Wir bedauern das, aber das ist höhere Gewalt“, sagte Bahnsen mit Blick auf die festsitzenden Passagiere. Vor der Rettung aus misslicher Lage hatte die Schmalspurbahn eine Schneefräse auf die Strecke geschickt, um den Weg bergab freizuräumen.

Es komme hin und wieder vor, dass Züge auf dem Weg zum Brocken im Schnee feststeckten, sagte Bahnsen weiter. Zuletzt sei das aber länger nicht vorgekommen. Probleme mit dem Fahrplan bereitete der Zwischenfall nicht: Wegen heftiger Sturmböen hatte die Schmalspurbahn entschieden, keine weiteren Züge auf die Strecke zu schicken. Ob sie in den nächsten Tagen wieder regulär fährt, stand zunächst nicht fest. Jeden Tag müsse neu entschieden werden, ob Sturm und Schneefall einen sicheren Betrieb möglich machten, sagte Bahnsen.

Von LVZ

08.01.2019
Der Norden Aufenthaltsort des 23-Jährigen bekannt - Vermisster Göttinger in Kairo in Gewahrsam
11.01.2019
Anzeige