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Der Norden Urteil gegen Pastor: Staatsanwaltschaft und Angeklagter legen Revision ein
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Revision gegen Urteil für Pastor aus Eime: Freiheitsstrafe nach Betrug

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16:20 10.12.2021
Die St.-Jakobus-Kirche in Eime: Rund 2500 Menschen leben in dem Ort im Leinebergland – viele von ihnen hatten gehofft, dass mit dem Urteil gegen Thomas G. der Fall abgeschlossen ist.
Die St.-Jakobus-Kirche in Eime: Rund 2500 Menschen leben in dem Ort im Leinebergland – viele von ihnen hatten gehofft, dass mit dem Urteil gegen Thomas G. der Fall abgeschlossen ist. Quelle: Nadine Wolter
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Hildesheim

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Angeklagte haben angekündigt, gegen das Urteil gegen Pastor G., der seine Gemeinde um rund 45.000 Euro betrogen haben soll, Revision einzulegen. G. war vergangene Woche zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung von einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden. Der derzeit vom Dienst suspendierte Pastor soll über einen Zeitraum fünf Jahren mit gefälschten Quittungen und falschen Fahrtkostenabrechnungen 45.000 Euro erbeutet haben.

Das Landgericht Hildesheim teilte am Freitag mit, dass sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Angeklagte ohne Angabe von Gründen Revision gegen das Urteil eingelegt haben.

Beide Parteien haben nach der Ausarbeitung des schriftlichen Urteils vier Wochen Zeit, ihren Widerspruch zu begründen. Erst dann wird der Bundesgerichtshof darüber entscheiden, ob die Revision abgewiesen oder der Prozess zumindest teilweise neu aufgerollt wird. Mit den schriftlichen Begründungen ist im Frühjahr 2022 zu rechnen.

G. ist derzeit vom Dienst suspendiert. Die evangelische Landeskirche hatte angekündigt, ihn aus der Kirche zu entlassen und ihm seine Pensionsansprüche streichen, sobald das Urteil gegen ihn rechtskräftig ist. Hätten beide Parteien keinen Einspruch eingelegt, wäre dies diese Woche der Fall gewesen.

Von Nadine Wolter