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Der Norden Razzia gegen Schleuserbande im Norden: Haftantrag für Hauptverdächtigen
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Razzia gegen Schleuserbande in Niedersachsen und MV: Haftantrag für Hauptverdächtigen

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17:08 11.08.2021
Bei einer Razzia gegen eine Schleuserbande im Norden hat die Bundespolizei am Dienstag einen 36-Jährigen festgenommen.
Bei einer Razzia gegen eine Schleuserbande im Norden hat die Bundespolizei am Dienstag einen 36-Jährigen festgenommen. Quelle: Symbolbild, Paul Zinken/dpa
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Stralsund/Wolfsburg

Nach einer groß angelegten Bundespolizei-Razzia wegen illegal eingeschleuster Arbeitskräfte für Restaurants am Dienstag hat die Staatsanwaltschaft Stralsund Haftbefehl für den 36-jährigen Hauptverdächtigen beantragt. Der Mann aus Georgien wurde auf der Flucht in Vorpommern kurz vor der Grenze zu Polen gefasst, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch sagte.

Ihm werde gewerbsmäßiges Einschleusen von Menschen in etwa 30 Fällen sowie Urkundenfälschung wegen gefälschter Pässe vorgeworfen. Es bestehe Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Mit einer Entscheidung wurde am Mittwochabend gerechnet.

Auch Immobilien in Niedersachsen durchsucht

Der 36-Jährige soll der Anführer einer siebenköpfigen Bande im Alter von 19 bis 59 Jahren sein. Die Männer sind laut Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern Georgier mit griechischer Staatsbürgerschaft.

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Die Bundespolizei hatte am Dienstag in dem Zusammenhang elf Restaurants und Immobilien in den Kreisen Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte sowie zwei Immobilien in Niedersachsen (in Fallersleben und in Osloß bei Gifhorn) durchsucht. Dort wurden 21 Menschen angetroffen, die illegal aus Nicht-EU-Staaten mit gefälschten Papieren eingeschleust und als Billigarbeitskräfte ausgebeutet worden sein sollen.

Die Bande soll seit 2019 agiert haben. Etwa 300 Polizisten waren im Einsatz. Die Bande soll rund 840.000 Euro illegal erwirtschaftet haben. Für diese Summer wurde ein sogenannter Vermögensarrest zur Sicherung von Forderungen gegen die Beschuldigten erlassen.

Von RND/dpa