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Der Norden Die meisten Privatinsolvenzen gibt es in Niedersachsen und Bremen
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Privatinsolvenz 2020: Niedersachsen und Bremen haben die meisten Anmeldungen

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11:14 03.09.2020
Nirgendwo wurden in Deutschland 2020 so viele Privatinsolvenzen angemeldet, wie in Niedersachsen und Bremen. Quelle: Alexander Heinl/dpa
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Hannover/Bremen

In Bremen und Niedersachsen haben in der ersten Jahreshälfte durchschnittlich die bundesweit meisten Menschen eine Privatinsolvenz anmelden müssen. Insgesamt sinkt die Zahl der Verbraucherpleiten in Deutschland zwar - doch Experten rechnen damit, dass es infolge der Corona-Krise in den bevorstehenden Monaten noch zu einem zeitlich versetzen, starken Anstieg kommen könnte.

Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei CRIF Bürgel belegte das Land Bremen von Januar bis Juni den ersten Platz unter allen Ländern. Hier wurden demnach 90 private Insolvenzen je 100 000 Einwohner gemeldet - vor Niedersachsen mit im Schnitt 68 Fällen. Im gesamtdeutschen Mittel waren es im ersten Halbjahr 47 Fälle pro 100 000 Menschen. Bei den absoluten Zahlen landete Niedersachsen nach NRW auf Rang zwei.

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Zahl der Insolvenzen rückläufig

Die Zahl der privaten Pleiten sei zuletzt zwar für ganz Deutschland um 8,4 Prozent zurückgegangen, berichtete Bürgel. In Bremen legte sie jedoch im ersten Halbjahr in fast demselben Ausmaß um 8,3 Prozent zu.

Für Niedersachsen hatten die offiziellen Daten des Statistischen Landesamtes jüngst eine Abnahme der Fälle angezeigt, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es hier 9,3 Prozent weniger Anträge bei den zuständigen Gerichten. Ein Grund für diese noch relativ entspannte Lage seien die staatlichen Corona-Hilfen, hieß es. Pro Kopf lag die entsprechende Schuldenlast bei knapp 31 600 Euro.

Von RND/lni