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Der Norden Post-Beschäftigte treten in Warnstreik
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Post-Beschäftigte in Niedersachsen und Bremen treten in Warnstreik

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10:06 10.09.2020
Beschäftigte der Deutschen Post nehmen an einem Warnstreik der Gewerkschaft Verdi vor der Deutsche-Post-DHL-Niederlassung in Anderten teil. Quelle: Moritz Frankenberg/dpa
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Hannover

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post sind Beschäftigte am Donnerstag in weitere Warnstreiks getreten. Verdi hatte in Niedersachsen und Bremen zum Ausstand aufgerufen - unter anderem in Goslar, Clausthal-Zellerfeld, Osterode, Anderten und im südlichen Hannover. Verzögerungen bei der Zustellung von Briefen und Paketen könnten die Folge sein.

Verdi fordert 5,5 Prozent mehr Lohn

„Es ist jetzt angelaufen“, hieß es am Morgen aus der Gewerkschaft. Mindestens 1400 Mitarbeiter sollten sich beteiligen und im Tagesverlauf in zwei Wellen die Arbeit niederlegen. Die Post bestätigte die Ankündigung der Protestaktionen, konnte aber zunächst keine Angaben zu den Auswirkungen machen. Verdi zufolge fiel beispielsweise die Frühschicht im großen Paketzentrum in Anderten aus. Auch mehrere Zustell-Stützpunkte seien betroffen.

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In den bisherigen Verhandlungen liegen Arbeitgeber und Gewerkschaft noch weit auseinander. Verdi fordert für die bundesweit rund 140 000 Tarifbeschäftigten 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Außerdem soll es für Auszubildende eine Erhöhung um 90 Euro geben. Die nächste Gesprächsrunde ist für den 21. und 22. September geplant. Die Post will dann ein konkretes Angebot vorlegen.

„Wir haben hier während der Corona-Pandemie erheblichesgeleistet, und die Post AG will nur die Gewinne einstreichen“, wird eine Vertrauensfrau der Post in einer Verdi-Mitteilung zitiert. Ein Gewerkschafter in Niedersachsen meinte: „Es gibt bisher viel zu wenig Wertschätzung für das, was die Kollegen geschafft haben.“

Am Mittwoch hatte es bereits Warnstreiks mit Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen und Bayern gegeben. Die Auswirkungen stufte die Post dabei als „überschaubar“ ein. Personalvorstand Thomas Ogilvie sagte, man wolle im Interesse der Beschäftigten und des Unternehmens „Lösungen finden, die nachhaltige Lohnsteigerungen mit einer langfristigen Perspektive verbinden und wirtschaftlich tragfähig sind“. Dabei sei auch eine überproportionale Steigerung in den unteren Lohngruppen vorstellbar.

Von RND/lni