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Der Norden Oldenburg testet Kippen-Gullys: Das sind die ersten Erfahrungen
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Oldenburg testet Kippen-Gullys: Das sind die ersten Erfahrungen

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11:12 17.05.2021
Ein junger Mann wirft einen Zigarettenstummel in einen neuen Aschenbecher, der an der zentralen Bushaltestelle Lappan in der Innenstadt in den Boden eingelassen ist.
Ein junger Mann wirft einen Zigarettenstummel in einen neuen Aschenbecher, der an der zentralen Bushaltestelle Lappan in der Innenstadt in den Boden eingelassen ist. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
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Oldenburg

Die Kippen-Gullys in Oldenburg sind in den ersten zwei Monaten häufig genutzt worden. „Im Umkreis von circa zwei bis drei Metern um die Bodenascher liegen nach unserer Einschätzung weniger Kippen als vor Beginn des Projekts“, sagte Stadtsprecher Stephan Onnen.

Ein Vergleich zu früher sei derzeit aber schwierig, da sich während der Corona-Pandemie deutlich weniger Menschen an der Bushaltestelle aufhielten. „Eine wirkliche Vergleichbarkeit zur Vor-Corona-Zeit ist daher wahrscheinlich erst ab Herbst möglich.“ Dann soll die sechsmonatige Phase starten, nach der entschieden wird, ob Oldenburg weitere Kippen-Gullys in den Boden einbauen lässt.

Behälter werden einmal die Woche geleert

Seit März gibt es an einer Bushaltestelle in der Oldenburger Innenstadt fünf sogenannte Boden-Aschenbecher, die in die Pflasterung eingebaut sind. Raucherinnen und Raucher können dort ihre Glimmstängel durch ein Gitterrost in einen Auffangbehälter fallen lassen.

Die Behälter haben ein Fassungsvermögen von jeweils rund 30 Litern und werden einmal pro Woche geleert. Nach Schätzungen des Abfallwirtschaftsbetriebs liegen bei der Leerung in jedem der Aschenbecher rund 100 bis 120 Kippen.

Weggeworfene Zigarettenreste belasten das Grundwasser. „Das Nervengift Nikotin ist gut wasserlöslich, wird sehr schnell aus den Kippen ausgewaschen und sickert so in das Grundwasser“, teilte die Stadt zum Start des Projektes mit. Sie verwies auf wissenschaftliche Untersuchungen, nach denen eine Zigarettenkippe rund 40 Liter Grundwasser verunreinigen kann.

Von RND/dpa