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Niedersachsens Wälder sind stärker geschädigt als angenommen

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11:23 19.08.2020
Ein vom Borkenkäfer zerstörter Fichtenwald. Niedersachsens Wälder sind schlimmer von Dürre, Stürmen und Schädlingen getroffen als bislang angenommen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Niedersachsens Wälder sind schlimmer von Dürre, Stürmen und Schädlingen getroffen als bislang angenommen. Neuesten Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge müssen in Niedersachsen 31 600 Hektar Wald aufgeforstet werden. Noch im Februar war von einer Fläche von rund 26 000 Hektar die Rede. Die Menge des seit 2018 angefallenen Schadholzes beträgt der aktuellen Einschätzung zufolge 14,7 Millionen Kubikmeter.

Neben Niedersachsen leiden auch Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Hessen besonders stark unter Waldschäden. Grundlage der Schätzung sind die kumulierten Daten aus den Bundesländern der Jahre 2018, 2019 und 2020 bis zum Stichtag 30. Juni. Die Zahlen liegen der Deutschen Presse-Agentur vor.

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Regen der vergangenen Tage hilft nur teilweise

Dürre und Schädlinge haben dem Ministerium zufolge die Widerstandskraft der Bäume so geschwächt, dass vor allem Fichten in Tieflagen absterben. Der Regen der vergangenen Woche könnte die Situation regional etwas entspannt haben, aber in tieferen Schichten fehle immer noch Wasser.

Bundesweit müssen rund 285 000 Hektar Wald wieder aufgeforstet werden. Bund und Länder hatten bereits Hilfen dafür sowie für die Anpassung der Wälder an den Klimawandel beschlossen. In diesem Jahr seien 31 Millionen Euro an Waldbesitzer ausgezahlt worden – von 138 Millionen Euro, die für 2020 zur Verfügung stünden, sagte eine Sprecherin des Bundeslandwirtschaftsministeriums den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Von RND/lni