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Der Norden Erst mobile Teams, dann 60 Impfzentren im Land: Das ist Niedersachsens Impfstrategie
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Niedersachsens Impfstrategie: Erst mobile Teams, dann 60 Impfzentren

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11:27 19.11.2020
Wer wird wann gegen Corona geimpft? Niedersachsen will auch die Ressourcen des Katastrophenschutzes nutzen. Quelle: Christoph Schmidt/dpa
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Hannover

Niedersachsen will bis zu 60 Zentren im Land aufbauen, um die Bevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen. Das hat Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) am Donnerstagvormittag bekanntgegeben. „Wir werden vorbereitet sein, wenn die ersten Lieferungen des Impfstoffs eintreffen“, sagte Reimann. Die Impfstofflogistik werde das Land übernehmen – gerade die Kühlung des Impfstoffs sei eine ganz besondere Herausforderung. Landkreise und kreisfreie Städte sollen das Personal rekrutieren und die Räumlichkeiten stellen.

Mitarbeiter im Gesundheitswesen haben Priorität

Für den Aufbau der Impfzentren will das Land auch die Ressourcen des Katastrophenschutzes nutzen. „Notwendig sind Partner mit Kenntnissen vor Ort“, sagte Innenminister Boris Pistorius.

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Das Land rechnet mit 20 Impfungen pro Stunde für ein Impfteam, das jeweils von einem Arzt geleitet werden soll. Organisiert werden die Impfungen durch ein landesweit einheitliches zentrales Terminmanagement. Zunächst sollen Mitarbeiter des Gesundheitswesens und vulnerable Gruppen etwa in Pflegeheimen geimpft werden. „Dazu werden wir mobile Teams zu den Menschen schicken“, erklärte Reimann. Die Impfzentren, die für etwa 150.000 Menschen zuständig sein werden, sollen später ihre Arbeit aufnehmen.

Impfzentren haben nur Brückenfunktion

Die Impfzentren sollen allerdings nur eine Brückenfunktion haben, perspektivisch sollen die Hausärzte die Impfung der Bevölkerung übernehmen.

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Noch ist allerdings kein Impfstoff zugelassen. Experten rechnen mit der Zulassung um die Jahreswende. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) geht von einer flächendeckenden Bereitstellung von Impfstoff im Sommer 2021 aus. Die Bundesregierung hat immer wieder betont, dass es keine Impfpflicht geben werde.

Von RND/lht/afa