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Der Norden Bauland-Ausweisung in Niedersachsen bleibt hoch: Emsland, Hannover und Osnabrück vorn
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Niedersachsen: Bauland-Ausweisung bleibt hoch Emsland Hannover und Osnabrück vorn

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08:03 26.04.2021
Quelle: dpa
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Hannover

Viele niedersächsische Städte und Gemeinden weisen weiterhin große Neubaugebiete aus. Dies geht aus der jüngsten „Wohnbauland-Umfrage“ der landeseigenen NBank hervor. Betrachtet man die geschaffenen Flächen für neue Familienhäuser und neue Geschosswohnungen zusammen, lagen der Analyse zufolge der Landkreis Emsland, die Region Hannover und der Landkreis Osnabrück mit großem Abstand vorn. Die entsprechenden Daten reichen zwar nur bis Ende 2019 - die Bau-Nachfrage hielt trotz Corona aber auch 2020 vielerorts an.

In den Jahren 2018/2019 schuf der große Flächenkreis Emsland insgesamt 126 Hektar neues Wohnbauland - zum überwiegenden Teil für Häuser, weniger für Wohnungen. Ähnlich war die Verteilung im Kreis Osnabrück mit in der Summe 115 Hektar. Die Region Hannover lag mit 122 Hektar dazwischen, hier war der Anteil von Geschosswohnungen wesentlich größer. Am wenigsten Gesamt-Neubaufläche gab es in den Kreisen Holzminden und Lüchow-Dannenberg sowie in der Stadt Emden.

Bauland für Wohnungen in Städten, im Umland für Häuser

In den Städten Göttingen, Wolfsburg und Lüneburg entstand fast ausschließlich Bauland für Wohnungen - in ihrem jeweiligen Umland sowie in Flächenkreisen wie Celle, Leer oder Vechta dagegen viel für Familienhäuser. Insgesamt sei der Umfang neu ausgewiesener Flächen mit 1715 Hektar gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016/2017 (1792 Hektar) leicht gesunken, schreiben die Autoren des Berichts.

Die Gesamtzahl der Bauland ausweisenden Kommunen erhöhte sich zuletzt jedoch, ebenso die Gesamtzahl der Wohnungen. Die Dichte nahm also zu - Haupteffekt sei die starke Zunahme des Wohnungsbaus in Hannover. Landesweit sei der vorgesehene Anteil für Wohnhäuser gegenüber demjenigen für Wohnungen aber nach wie vor deutlich größer gewesen.

Ausweisung großer Neubaugebiete wird auch kritisch gesehen

2020/2021 wollten viele Kommunen nun weitere Flächen ausweisen. Die Schaffung von preiswertem Bauland sei für 194 von ihnen ein wichtiges Ziel - etwa durch den direkten Kauf geeigneter Grundstücke, durch die Ausübung von Vorkaufsrechten oder durch die Nutzung von Förderprogrammen.

Ziel der Wohnungsbaupolitik besonders in Ballungsräumen ist mehr günstiger Wohnraum, um den vielerorts hohen Druck auf Mieten und Kaufpreise zu entschärfen. Allerdings ist das Bauen im Einzugsbereich von Städten oft ebenfalls teuer und die Flächenversiegelung hoch. Die Ausweisung großer Neubaugebiete wird deshalb auch kritisch gesehen.

Von RND/lni