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Der Norden 943 neue Corona-Infektionen - Lage auf Intensivstationen stabil
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Niedersachsen: 943 neue Corona-Infektionen - Lage auf Intensivstationen stabil

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15:53 29.11.2020
ARCHIV: Ein Mitarbeiter behandelt im besonders geschützten Teil der Intensivstation des Universitätsklinikums einen Covid-19-Patienten. Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp
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Hannover

Die Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen ist von Samstag auf Sonntag um 943 gestiegen. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Hannover sprach von einer Stabilisierung auf relativ hohem Niveau. Gerechnet auf 100 000 Einwohner gab es in den letzten sieben Tagen 86,5 Neuinfektionen (Stand 9.00 Uhr) - ein Rückgang.

„Auch bei den Hotspots sehen wir Entspannung. Wir haben jetzt nur noch zwei Landkreise über 200“, erklärte Sprecher Oliver Grimm. Das waren Cloppenburg (225,6) und Vechta (215,7), wo jeweils die Werte leicht fielen. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen im Land lag den Zahlen des Landesgesundheitsamts zufolge bei 71 034 Fällen. Binnen eines Tages starben demnach acht Menschen an oder mit einer Sars-CoV-2-Infektion. Die Gesamtzahl stieg auf 1148 Tote seit Ausbruch der Pandemie.

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Lage auf Intensivstationen stabil

Neben den Neuinfektionen ist auch der Anstieg der Zahl von Corona-Patienten in den Kliniken ausgebremst worden. „Die Zahl der Covid-Patientinnen und –Patienten in den niedersächsischen Krankenhäusern hat sich in den letzten Tagen bei rund 1000 stabilisiert“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). „Auch auf den Intensivstationen ist die Lage derzeit stabil und kontrollierbar.“

Zugleich bedeute die Pandemie aber eine große zusätzliche Belastung für das medizinisch-pflegerische Personal. „Ich bedanke mich im Namen der gesamten Landesregierung bei allen, die durch ihre Arbeit und unter großem Einsatz helfen, Patientinnen und Patienten zu behandeln und Menschenleben zu retten“, sagte Reimann.

Appell der Gesundheitsministerin

Die Gesundheitsministerin appellierte an alle, sich weiterhin an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten und die sozialen Kontakte so weit wie irgend möglich zu beschränken. „Wir alle können dazu beitragen, dass die Zahl der Patientinnen und Patienten in unseren Krankenhäusern nicht weiter steigen.“

Unterdessen wird das Gesundheitsministerium allen Krankenhäusern auch weiterhin das Vorhalten von Kapazitäten auf Intensiv- und Normalstationen für die Behandlung von Covid-Patienten vorschreiben. Durch die neue Bundesregelung werde die Zahlung eines finanziellen Ausgleichs für freigehaltene Betten an den 7-Tages-Inzidenzwert (mindestens 70 über sieben Tage) im jeweiligen Kreis oder in der jeweiligen kreisfreien Stadt gekoppelt, sowie an die zur Verfügung stehenden Intensivkapazitäten (weniger als 25 Prozent), erklärte das Ministerium.

Neue Verordnung gilt ab Montag

Eine neue Landesverordnung soll den für Ausgleichszahlungen in Frage kommenden Kliniken ermöglichen, verschiebbare Operationen auf Initiative des Landes abzusagen.

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Bund und Länder hatten sich vergangene Woche darauf verständigt, den im November geltenden Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember zu verlängern und punktuell noch zu verschärfen. So wird die Zahl der zulässigen Kontakte in den meisten Bundesländern reduziert und der Einzelhandel muss größere Abstände zwischen den Kunden gewährleisten. Die entsprechende neue Corona-Verordnung für Niedersachsen tritt am Montag in Kraft.

Von RND/dpa