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Der Norden Jäger schießen so viele Wildschweine wie nie zuvor
Nachrichten Der Norden Jäger schießen so viele Wildschweine wie nie zuvor
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15:30 19.11.2018
In Niedersachsen werden derzeit so viele Wildschweine gejagt wie nie zuvor: Grund ist die Afrikanische Schweinepest. Quelle: Fredrik von Erichsen/dpa
Hannover

Jäger haben in Niedersachsen so viele Wildschweine wie noch nie geschossen: Insgesamt 68.922 Tiere waren es in der Saison 2017/2018. Das sind rund 22 Prozent mehr als in der Vorsaison mit rund 45.000 geschossenen Wildschweinen. Hauptgrund für die intensive Jagd auf das Schwarzwild ist die Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest. 2014 war die Seuche erstmals im Baltikum und wenig später in Polen aufgetaucht. Im vergangenen September wurde erstmals ein Fall in Belgien nachgewiesen. Das Virus kann durch Kontakt zu Tieren, den Verzehr von verseuchtem Schweinefleisch und Zeckenbisse übertragen werden. „Wegen des hervorragenden Nahrungsangebots haben sich die Tiere in immer größerem Tempo vermehrt“, sagte Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft, am Montag in Hannover.

Jagd auf Waschbär und Nutria

Die Wildkittel sind nicht die einzigen Tiere, die vermehrt auf den Abschusslisten stehen: Auch die Verbreitung von eingewanderten Arten wie Waschbär oder Nutria soll eingeschränkt werden. Letztere werden vor allem bejagt, da sie Deiche gefährden. Beim eigentlich in Nordamerika heimischen Waschbär stieg die Zahl der geschossenen Tiere 2017/2018 um 32 Prozent auf 15.812 Tiere. „Er macht sich vom Süden her in Niedersachsen breit“, sagte Dammann-Tamke. Anlass für den Einblick in den noch unveröffentlichten Jagdbericht war die am 6. Dezember beginnende viertägige Messe „Pferd und Jagd“ in Hannover.

Erstmals präsentiert sich auf der Messe das neu gegründete niedersächsische Jägerinnen-Forum. Während vor 25 Jahren nur 1 Prozent der Jagdscheininhaber Frauen waren, sind es heute in der Landesjägerschaft 9 Prozent, unter den 16- bis 30-Jährigen 16 Prozent.

Von man/lni/RND

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