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Der Norden Gewaltopfer muss vor Gericht nicht gegen Täter aussagen – weil es ihn mittlerweile geheiratet hat
Nachrichten Der Norden Gewaltopfer muss vor Gericht nicht gegen Täter aussagen – weil es ihn mittlerweile geheiratet hat
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19:34 22.07.2019
Die Bluttat erschütterte die Kleingartenkolonie in Stadthagen, wo der damals 17-Jährige auf seine Freundin einstach. Quelle: Roger Grabowski
Stadthagen

Ein 18-jähriger Stadthäger muss sich im September wegen dem Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung vor dem Jugendschöffengericht verantworten. Das berichten die Schaumburger Nachrichten. Er soll im November 2018 in einem Stadthäger Schrebergarten mehrfach auf seine damals 17-jährige Freundin eingestochen haben.

Schnittwunde am Hals, Schuhabdruck im Gesicht

Das Opfer musste damals notoperiert werden. Zwei Notärzte stuften seinerzeit die Verletzungen als kritisch ein, da die Jugendliche auch eine große Schnittwunde am Hals hatte.

Dem Vernehmen nach hatte sie außer dieser diverse Verletzungen besonders an den Armen erlitten, weil sie versucht hatte, sich mit diesen vor den Messerstichen zu schützen. Auch war ihr Gesicht zugeschwollen und sie hatte den Schuhabdruck des damals 17-Jährigen im Gesicht, was für die Wucht spricht, mit welcher der Täter auf sie eingetreten hatte.

Opfer soll den Angeklagten inzwischen geheiratet haben

Der Angeklagte hatte nach der Tat Hilfe geholt und sich der Polizei gestellt. Das wirkt sich strafmildernd aus. Aus diesem Grund hatte die Staatsanwaltschaft den ersten Tatverdacht eines versuchten Tötungsdeliktes auf den Verdacht der gefährlichen Körperverletzung herabgestuft.

Die kuriose Wendung in dem Fall: Wenn der Prozess vor dem Jugendschöffengericht verhandelt wird, kann das Opfer von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen. Dem Vernehmen nach hat die 18-Jährige ihren Peiniger mittlerweile geheiratet.

Dieses Strafmaß droht dem 18-Jährigen

Sollte der Stadthäger verurteilt werden, drohen ihm unter anderem ab sechs Monate Haft. Der Richter hat aber auch die Möglichkeit, andere sogenannte Zuchtmittel anzuordnen oder den jungen Mann mit Auflagen zu versehen.

Von RND/Verena Gehring/jok

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