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Der Norden Mann bekämpft Wespen mit Insektenspray – und plötzlich bricht Feuer aus
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Mann bekämpft Wespen mit Insektenspray – und löst Brand in Melle aus

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16:42 20.08.2020
Eine Wespe fliegt vor einer Fensterscheibe. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Melle

Wespen können im Alltag sehr nervig sein – doch auch bei den Versuchen, die Quälgeister loszuwerden, ist Vorsicht gefragt. Im Landkreis Osnabrück hat eine missglückte Wespen-Bekämpfung ein Feuer ausgelöst. Beim Einsatz eines Insektensprays kam es in Melle am Donnerstag zu einer Verpuffung, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Ein 43-Jähriger hatte versucht, ein Wespennest im Obergeschoss des Wohnhauses zu besprühen. Nach der Verpuffung brannte es im Dachbereich, die Feuerwehr konnte die Flammen löschen.

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Menschen wurden nach Angaben der Polizei nicht verletzt, über die Höhe des Sachschadens wurden zunächst keine Angaben gemacht. Der Brandort wurde für die weiteren Ermittlungen beschlagnahmt.

Wie wird man Wespen am besten los?

Grundsätzlich gilt im Umgang mit den Tieren: Ruhe bewahren. Denn nur, wer wild mit den Armen wedelt und nach den Wespen schlägt, macht sie aggressiv.

Lesen Sie auch: So werden Sie nervige Wespen los

Auch Wegpusten ist nicht empfehlenswert. Das Kohlendioxid in der Atemluft ist ein Alarmsignal für die Tiere und versetzt sie in Angriffshaltung.

“Ganz dreiste Ruhestörer lassen sich mit Wasser aus kleinen Sprühfläschchen zur Raison bringen”, empfiehlt Laura Breitkreuz vom Naturschutzbund (Nabu). Man könne es auch mit einer Ablenkungsfutterquelle versuchen, etwa eine überreife Frucht, die einige Meter entfernt abgelegt wird.

Lesen Sie auch: Wespennester: Was gilt bei der Entfernung und Umsiedlung?

Was tun mit Wespennestern?

Geht von den Wespen eine Gefahr aus oder sind Bewohner in ihrem täglichen Leben beeinträchtigt, bietet sich eine Umsiedlung der Nester an. Aber Vorsicht: Ohne triftigen Grund ist das eigenmächtige Entfernen eines Wespennests gesetzlich verboten, da die meisten Insekten unter Naturschutz stehen.

Auch der Prozess der Umsiedlung ist nach dem Tierschutzgesetz streng geregelt. Nur wenn von den Wespen eine begründete Gefahr ausgeht, etwa weil sie eine Bedrohung für Kinder oder Allergiker darstellen, dürfen die Nester vom Fachmann entfernt und umgesiedelt werden.

Von RND/dpa