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Der Norden Zehneinhalb Jahre Haft für tödliche Messerattacke
Nachrichten Der Norden Zehneinhalb Jahre Haft für tödliche Messerattacke
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16:26 07.11.2019
Symbolbild Quelle: dpa
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Bückeburg

Weil er seine Ex-Partnerin mit mehr als 30 Messerstichen umgebracht hat, ist ein Mann zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Bückeburg sprach den Vater von zwei kleinen Töchtern am Donnerstag wegen Totschlags schuldig. Der 28-jährige Afghane hatte den Angriff in der Wohnung seiner 22-jährigen Ehefrau in Rinteln zum Prozessauftakt gestanden und als spontane Tat erklärt. Die Familie hatte zuvor im Landkreis Stade gewohnt, bis die Frau sich trennte und in die Nähe ihrer Eltern zog.

Der Angeklagte habe in der Tatnacht im März das Messer gezogen, weil er sich durch Äußerungen der 22-Jährigen beleidigt gefühlt habe, erklärten die Richter.Bei einem Gerangel habe er ihr zunächst versehentlich in den Oberschenkel gestochen, am Boden dann aber entschieden, sie zu töten. Zu seinen Lasten wertete das Gericht laut einer Sprecherin unter anderem die brutale Vorgehensweise, zu seinen Gunsten das Geständnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Die Staatsanwaltschaft hatte 13 Jahre Haft gefordert

Dem Angriff im Beisein der damals ein und vier Jahre alten Kinder war ein Streit über die Besuchsregelungen vorausgegangen. Nach der Tat war der Mann mit den Töchtern geflohen, hatte sie bei einem Onkel abgesetzt und sich wenig später in Hamburg der Polizei gestellt.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine 13-jährige Freiheitsstrafe gefordert. Dem schloss sich die Nebenklage an, die die Kinder im Prozess vertrat. Der Verteidiger hatte für eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge plädiert und kein konkretes Strafmaß genannt.

Von RND/lni