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Der Norden Corona-Krisenstab in Niedersachsen: Waschstraßen dürfen wieder öffnen
Nachrichten Der Norden Corona-Krisenstab in Niedersachsen: Waschstraßen dürfen wieder öffnen
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19:40 07.04.2020
Claudia Schröder, Abteilungsleiterin Gesundheit im niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, bei der Pressekonferenz des Krisenstabs der Landesregierung.
Claudia Schröder, Abteilungsleiterin Gesundheit im niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, bei der Pressekonferenz des Krisenstabs der Landesregierung. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
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Hannover

Die Landesregierung hat die Regeln in der Corona-Krise angepasst. Künftig ist etwa Waschstraßen der Betrieb wieder erlaubt. "Wir lassen die Nutzung von Autowaschanlagen wieder zu, sowohl dienstlich als auch gewerblich. Wir haben uns überzeugen lassen, dass es hier praktisch zu keinen Nahkontakten zwischen Personen kommt", sagte Claudia Schröder vom Krisenstab der Landesregierung bei der täglichen Pressekonferenz in Hannover.

Hochzeitsfeiern im engsten Familien- und Freundeskreis bis zu zehn Personen seien erlaubt. Das gelte auch für Beerdigungen und die Begleitung Sterbender.

Bei den Verboten hat das Land die Seilbahnen aufgenommen, teilte Schröder mit - wegen des Harzes. "Das sitzt man in den Kabinen doch sehr nah."

„Da wird die Polizei einschreiten“

Auch zu Zusammentreffen innerhalb von Wohnungen äußerte sich Schröder. Infektionen im Wohnumfeld könne man nicht ausschließen, sagte sie. Die Vorschrift beziehe sich auf die Frage, wer von außen dazu kommt. Zu Partys in der eigenen Wohnungen aufzurufen, sei nicht zulässig. "Da wird die Polizei einschreiten."

Wenn es an den Feiertagen zu abgespeckten Treffen in Wohnungen kommt, dann sei das gerade noch zulässig. „Ich weiß, das fällt allen nicht leicht. Skype und Video sind gerade an Ostern kein gleichwertiger Ersatz. Gleichwohl erhöht jeder Kontakt das Infektionsrisiko, gerade für ältere Menschen. Die klassische große Fete, die man feiern möchte, muss man jetzt verschieben."

Die aktualisierten Regelungen treten am Mittwoch in Kraft und gelten bis zum 19. April. Verstöße sind Ordnungswidrigkeiten, die mit Bußgeld bis 25.000 Euro geahndet werden können. Ein genauer Bußgeldkatalog wird am Mittwoch im Krisenstab diskutiert.

Noch keine Trendwende bei Infizierten

Anlass zu leiser Hoffnung geben die jüngsten Zahlen des niedersächsischen Gesundheitsministeriums. Danach sind erstmals seit Ausbruch der Pandemie an einem Tag fast genau so viel Patienten für gesund erklärt worden wie neu erkrankt, wie Schröder mitteilte. So gab es seit Montag 226 neue Infektionen und 221 neue Genesene. Eine Trendwende wolle man daraus ableiten. „Wir haben es noch nicht erreicht, dass die Kurve sinkt“, sagte Schröder. Die Zahl der Infizierten lag am Dienstag bei insgesamt 6444, die der als gesundet eingestuften Menschen bei knapp unter 2000. Mehr als 900 Betroffene werden im Krankenhaus behandelt, 228 davon auf der Intensivstation. 164 dieser Patienten müssen künstlich beatmet werden. Die Zahl der an der Krankheit gestorbenen Menschen stieg auf 124 nach 108 am Vortag.

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Von rah