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Der Norden Kreis Schaumburg: Vater schüttelt Baby zu Tode
Nachrichten Der Norden Kreis Schaumburg: Vater schüttelt Baby zu Tode
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17:15 19.12.2017
Weil er sein Baby zu Tode geschüttelt haben soll, sitzt ein 23-Jähriger aus Lindhorst in Untersuchungshaft. Quelle: Symbolbild/Uwe Dillenberg
Lindhorst

Ein drei Monate altes Baby aus dem Kreis Schaumburg ist gewaltsam zu Tode gekommen. Unter Verdacht steht der 23-jähriger Vater des Kindes. Er soll den Säugling so heftig geschüttelt haben, dass er wenige Tage später im Krankenhaus starb. Die Tat soll sich bereits am 27. November ereignet haben. Allerdings gaben Polizei und Staatsanwaltschaft den Vorfall erst jetzt auf Anfrage der „Schaumburger Nachrichten“ bekannt.

Der 23 Jahre alte Mann aus Lindhorst steht nach Angaben der Bückeburger Staatsanwaltschaft in dringendem Tatverdacht, sein eigenes Kind derart misshandelt zu haben, dass der Junge an Verletzungen am Hirn starb. Die Behörde spricht von einem Schütteltrauma. Der Verdächtige sitzt seit Wochen in Untersuchungshaft. Ihm wird vorsätzlicher Totschlag vorgeworfen. Eine Obduktion des Kindes hat den Tatverdacht nach Meinung der Ermittler untermauert.

Der Vorfall ereignete sich mutmaßlich in der Wohnung der Mutter in Lindhorst. Auch gegen die 21 Jahre alte Frau wird ermittelt. Die Lindhorsterin habe sich gegenüber der Polizei zu dem Sachverhalt geäußert. Inwiefern die Frau für den Tod ihres Sohnes mitschuldig sein könnte, gibt die Staatsanwaltschaft jedoch nicht preis.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Nils-Holger Dreißig, rechnet mit einer Anklageerhebung in etwa einem Monat. „Wenn der Mann wegen Totschlags schuldig gesprochen wird, droht ihm eine Haftstrafe von fünf bis 15 Jahren. Der Tatbestand der Misshandlung Schutzbefohlener wirkt sich dabei verschärfend auf das Strafmaß aus“, erklärte Dreißig. Auf die Frage, warum die Ermittler die Öffentlichkeit über das mutmaßliche Tötungsdelikt nicht informiert hatten, gab Dreißig den Persönlichkeitsschutz der Beschuldigten an, da besonders die Mutter noch sehr jung sei.

Von Verena Insinger und Gerrit Brandtmann

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