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Der Norden Wie ein Oldenburger Segler Greta Thunberg klimaneutral über den Atlantik bringt
Nachrichten Der Norden Wie ein Oldenburger Segler Greta Thunberg klimaneutral über den Atlantik bringt
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22:11 29.07.2019
Komplett klimaneutral: Die Segeljacht „Malizia II“ ist mit Solarpaneelen und Unterwasserturbinen zur Energieerzeugung ausgestattet. Quelle: Andreas Lindlahr/Team Malizia/dpa
Oldenburg/Stockholm

Um allerorten für den Klimaschutz zu werben, muss sie weite Strecken zurücklegen – natürlich ohne Flugzeug. Und manchmal ist die Bahn für Greta Thunberg dann doch nicht das Reisemittel der Wahl. Eine emissionsfreie Hochseejacht will die 16-jährige Schwedin jetzt Mitte August für eine Tour nach New York nutzen. Mit an Bord ist ein Niedersachse: Der aus Oldenburg stammende Hamburger Skipper Boris Herrmann wird am Steuer der „Malizia II“ stehen, die mit Solarpaneelen und Unterwasserturbinen zur Energieerzeugung ausgestattet ist. Das hat das Rennsegelteam des 38-jährigen Profisportlers mitgeteilt, der bereits an mehreren Regatten rund um die Erde teilgenommen hat.

Lange auf der Suche nach dem richtigen Transportmittel

Monatelang habe sie nach einer geeigneten Reisemöglichkeit gesucht und unterschiedliche Alternativen abgewogen, teilte Thunberg am Montag in Stockholm mit, wo sie ihre Reise im Dienste des Klimaschutzes vorstellte. Sie hatte bereits Anfang Juni angekündigt, ein Sabbatjahr einzulegen und erst im nächsten Jahr wieder zur Schule zu gehen. Sie will unter anderem die USA, Kanada und Mexiko besuchen und bei verschiedenen Veranstaltungen für eine bessere Klimapolitik werben.

Reise mit vielen Stationen

Ziel von Thurnbergs Reise sollen zunächst die Vereinigten Staaten sein. Die Tour soll sie dann später auch nach Mittel- und Südamerika führen und bis weit ins Jahr 2020 hinein andauern. Nach der Ankunft in Nordamerika wird Thunberg an zwei groß angelegten Klimademonstrationen am 20. und 27. September teilnehmen und auf dem UN-Klimagipfel am 23. September sprechen, zu dem UN-Generalsekretär António Guterres nach New York geladen hat, heißt es weiter.

Pierre Casiraghi mit an Bord

Pierre Casiraghi (links), Sohn von Prinzessin Caroline von Monaco, ist neben Boris Herrmann (rechts) einer der beiden Skipper. Quelle: Martin Messmer/Team Malizia/dpa

An Bord der 18 Meter langen klimaneutralen Hochseejacht wird die junge Umweltaktivistin zusammen mit Herrmann Mitte kommenden Monats in Großbritannien gehen. Das 2015 gebaute Boot erzeugt die notwendige elektrische Energie für Navigation und Kommunikation mit Solarpaneelen und Unterwasserturbinen sowie Propellern am Heck. Begleitet wird Thunberg auf der „Malizia II“ von ihrem Vater Svante Thunberg und einem adligen Segelsportler – von Pierre Casiraghi, dem Sohn von Prinzessin Caroline von Monaco.

Er gehört wie Herrmann zum sogenannten Team Malizia, das von ihm gegründet wurde, und wird der zweite Skipper sein. Zudem fährt Filmemacher Nathan Grossman von der Firma B-Reel Films mit, der die Reise dokumentiert. Zwei Wochen wird die Reisezeit nach Angaben der 16-Jährigen betragen. Der genaue Abfahrtszeitpunkt hängt vom Wetter ab. Es soll wenig Komfort an Bord geben, heißt es nach Angaben der Nord-West-Zeitung.

Gespannt auf die jungen Leute jenseits des Atlantiks

„Während des vergangenen Jahres haben Millionen junger Menschen ihre Stimme erhoben, um die führenden Persönlichkeiten der Welt für das Klima und die ökologische Notlage zu sensibilisieren“, lässt sich Thunberg in einer Pressemitteilung zitieren. „In den nächsten Monaten werden die Veranstaltungen in New York und Santiago de Chile zeigen, ob sie zugehört haben.“

Skipper Herrmann will erster Deutscher bei der Vendée Globe sein

Der gebürtige Oldenburger Herrmann indessen hat seinerseits neben der Klimarettung auch durchaus noch sportliche Ziele: Langfristig habe er vor, als erster Deutscher an der sogenannten Vendée Globe – der härtesten Regatta um die Welt – teilzunehmen, teilte das Team Malizia mit. Sie findet alle vier Jahre statt und führt von Frankreich aus einmal um die Erde. Die nächste Auflage startet im November 2020.

Von Sigrid Harms, Oliver Schulz und Hauke Richters

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