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Der Norden Wegen Corona Klassenarbeit verpasst? Kultusministerium empfiehlt Referate oder Hausarbeiten
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Klassenarbeit verpasst: Kultusministerium in Niedersachsen empfiehlt Referate

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07:48 20.12.2021
Klausuren, Klausuren, Klausuren: Manche Schüler müssen vor den Ferien viele Arbeiten nachschreiben.
Klausuren, Klausuren, Klausuren: Manche Schüler müssen vor den Ferien viele Arbeiten nachschreiben. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Zurzeit müssen viele Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen Klassenarbeiten nachschreiben, die sie verpasst haben, weil sie krank oder als Erstkontakte von Corona-Infizierten in Quarantäne waren. Dadurch, dass in den letzten drei Schultagen vor den Weihnachtsferien die Präsenzpflicht aufgehoben ist und in diesem Zeitraum keine Arbeiten geschrieben werden dürfen, ist der Stress für Nachschreiber in der zu Ende gehenden Woche besonders groß. Und zum Schulstart Anfang des nächsten Jahres dürfte es nicht anders sein. Denn bis Mitte Januar müssen die Halbjahreszeugnisnoten feststehen, erster Schultag ist der 10. Januar.

Klausurenstress vor Weihnachten und am Jahresanfang

Bildungsverbände hatten deshalb wiederholt moniert, dass die Aufhebung der Präsenzpflicht die schlechteste aller Lösungen sei, weil so angesetzte Arbeiten nicht geschrieben werden könnten, Nachschreibtermine kaum zu koordinieren seien und wichtige Klausurentage für die Oberstufe verloren gingen. So nennt der Verband der Elternräte der Gymnasien die Regelung „nicht zu Ende gedacht“. Auch der Landesschülerrat warnt vor übermäßigem Arbeitsstress bei den Schülern zu Jahresbeginn.

„Verträgliche Lösungen im Sinne der Schüler“

Das Kultusministerium geht nach eigenem Bekunden davon aus, dass die Schulen für die Nachschreiber „verträgliche Wege im Sinne der Schüler“ wählen und beispielsweise Klausurersatzleistungen anbieten. Das könnten Referate oder Hausarbeiten sein. Während in diesem Schuljahr – anders als üblich – ausdrücklich nicht mehr als zwei Arbeiten pro Woche geschrieben werden dürfen, gilt das beim Nachschreiben nicht. Mit Zustimmung der Schulleitung dürfen hier auch drei Arbeiten pro Woche geschrieben werden. Unzulässig ist allerdings, mehr als eine Arbeit pro Tag zu schreiben.

Von Saskia Döhner