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Der Norden Justizministerin Havliza fordert härtere Strafen für Kindesmissbrauch
Nachrichten Der Norden Justizministerin Havliza fordert härtere Strafen für Kindesmissbrauch
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08:17 10.06.2020
Barbara Havliza (CDU), niedersächsische Justizministerin, fordert härtere Sanktionen für Kindesmissbrauch und Kinderpornografie. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) hat eine Anhebung der Mindeststrafe für Kindesmissbrauch und Kinderpornografie auf ein Jahr gefordert. Damit würden die Taten im juristischen Sinne nicht mehr als Vergehen, sondern als Verbrechen behandelt, sagte Havliza der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Solche Taten sind schreckliche Verbrechen an unseren Kindern, und dementsprechend sollten sie im Gesetz auch behandelt werden“, betonte die Ministerin. „Vor allem das widerwärtige Anfertigen von Videos und Bildern führt zu immer neuen Taten. Hier müssen wir eine deutlich höhere Abschreckung erreichen.“

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“Wie Mord an einer Kinderseele“

Wie Havliza der „NOZ“ sagte, brauche es eine umfassende Reform. „Wir brauchen einen echten Wurf. Das Bundesjustizministerium muss hier endlich tätig werden.“ Mit Blick auf eine mögliche Abschaffung der Verjährung von sexuellem Missbrauch erklärte die CDU-Politikerin: „Ich kann diese Forderung sehr gut nachvollziehen, und ich bin gesprächsbereit. Der sexuelle Missbrauch von Kindern ist wie ein Mord an einer Kinderseele.“

Betroffene entschieden sich häufig erst nach vielen Jahren zu einer Anzeige, da könne die Verjährung durchaus einer Strafverfolgung im Wege stehen. „Gleichwohl muss man immer im Blick behalten, dass ein solcher Vorschlag in das System der Verjährungsvorschriften gut eingepasst werden muss.“

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Von RND/lni

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