Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Der Norden 42,6 Grad – Lingen ist Deutschlands neue Hitze-Hauptstadt
Nachrichten Der Norden 42,6 Grad – Lingen ist Deutschlands neue Hitze-Hauptstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:58 26.07.2019
Rekordtemperaturen in Deutschland – noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurden 41 Grad oder höher gemessen. Quelle: action press
Lingen

Neuer Hitzerekord für Deutschland: Das niedersächsische Lingen war am Donnerstag mit 42,6 Grad nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der heißeste Ort in Deutschland. Damit ist erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland die 42-Grad-Marke durchbrochen worden. „Wir müssen noch prüfen, ob dieser Wert Bestand hat“, sagte ein DWD-Sprecher.

Mit diesen Messergebnissen wurden gleich mehrere jüngere Temperaturrekorde hinfällig. In Lingen waren am Donnerstag zuvor 41,5 und um 15.50 Uhr 41,6 Grad gemessen worden. Noch um 14.20 waren in Bonn-Roleber 40,6 Grad verzeichnet worden. Dort waren zwei Stunden zuvor, wie bereits am Mittwoch in Geilenkirchen 40,5 Grad registriert worden. Um 15.10 Uhr war es in Bonn-Roleber 40,7 Grad heiß.

Max und sein Vater Martin spielen zusammen im Lingener Schwimmbad, wo im Hintergrund die Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu erkennen ist. Quelle: Martin Remmers/dpa

Wird Lingen noch eingeholt?

Allerdings ist nicht völlig auszuschließen, dass die Messstation Geilenkirchen erneut für eine Überraschung sorgt, so Friedrich: Da an der externen Messstation, die nicht zum DWD-Messnetz gehört, am Donnerstag eine Übung stattfand, lagen von dort am Donnerstag noch gar keine Angaben vor. Hier war am Mittwoch mit 40,5 Grad ein kurzzeitiger deutscher Rekord gemessen worden.

Zuvor hatte das unterfränkische Kitzingen vier Jahre lang seinen Ruf als heißester Ort Deutschlands behauptet. Dort waren im Sommer 2015 gleich zweimal 40,3 Grad gemessen worden.

Hitzewelle hat Höhepunkt erreicht – Unwetterrisiko steigt

Der DWD rechnete für Freitag noch einmal mit Extremhitze - auch wenn der Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle demnach nun aber wohl überschritten ist. Im Westen könnte es nach DWD-Angaben noch einmal knapp 40 Grad heiß werden, sonst liegen die Höchstwerte zwischen 32 und 38 Grad - also keine echte Abkühlung. Im Osten Deutschlands dürfte das Thermometer nicht über 35 Grad hinaus steigen, im Nordosten und an den Küsten liegen die Höchsttemperaturen bei 29 Grad.

Am Wochenende sollen die Temperaturen dann einen deutlichen Satz nach unten machen - dann ist es am Samstag „nur“ 27 bis 34 Grad warm. Zudem steigt das Gewitterpotenzial am Freitag und während des Wochenendes. Vor allem in der Südhälfte Deutschlands und im Westen sind auch örtlich Unwetter möglich.

Die Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im niedersächsischen Lingen. Quelle: Martin Remmers/dpa

Ermittelt werden die Temperaturen beim DWD einerseits mit Hilfe des hauptamtlichen Messnetzes mit rund 180 Wetterstationen. Dazu kommen mehr als 800 Stationen im nebenamtlichen Netz, so dass es insgesamt rund 1000 offizielle Stationen gibt. Für die Erfassung der Temperaturen sind laut DWD aber lediglich rund 500 Stationen relevant, die möglichst flächendeckend übersLand verteilt sind. Außerdem gibt es Messwerte von Partnernetzen, die beispielsweise an Flughäfen betrieben werden, etwa von der Nato oder der Bundeswehr. Laut DWD fallen 42 Stationen in diese Kategorie.

Lesen Sie auch:

Hitzewelle über Deutschland: Die Entwicklungen im Hitze-Liveticker

Von RND/güm

Das Logistikzentrum Niedersachsen sucht ein Reisebüro für Straftäter. Es soll Flüge für im Ausland festgesetzte mutmaßliche Schwerverbrecher sowie die begleitenden LKA-Beamten, organisieren. Ein lukratives Geschäft.

25.07.2019

Zum Schutz des Ökosystems der Weser soll kein wärmeres Wasser mehr in den Fluss geleitet werden. Sobald sich die Weser nachhaltig abkühle, werde der Betrieb wieder aufgenommen.

25.07.2019

Nachdem der Mann auf einem verschneiten Weg im Oberharz im März 2017 gestürzt war und sich den Arm gebrochen hatte, forderte er 7000 Euro Schmerzensgeld vom Land Sachsen-Anhalt.

25.07.2019