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Der Norden Andrang in den Herbstferien: In welchen Urlaubsorten gibt es noch Unterkünfte?
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Herbstferien: Nordsee, Lüneburger Heide, Harz – wo gibt es noch Unterkünfte?

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08:59 10.10.2021
Lara und Julia, Urlauber aus Nordrhein-Westfalen, laufen über den Strand von Cuxhaven.
Lara und Julia, Urlauber aus Nordrhein-Westfalen, laufen über den Strand von Cuxhaven. Quelle: Sina Schuldt/dpa
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Hannover

Der anhaltende Aufschwung im Tourismus in Niedersachsen hält nach einer gut gebuchten Sommersaison wohl bis in den Herbst hinein an. Für die anstehenden Herbstferien erwarten die niedersächsischen Touristenorte an der Küste, auf den Inseln, im Harz und in der Lüneburger Heide zahlreiche Gäste. Die Buchungslage in den Urlaubsregionen ist ausgesprochen gut, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Tourismusverbänden ergab. Zwar gibt es noch freie Unterkünfte - wer aber noch kurzfristig verreisen möchte, sollte nicht mehr all zu lange mit Buchungen warten, hieß es.

An der Nordseeküste und auf den Ostfriesischen Inseln freuen sich Tourismusbetriebe, Hoteliers und Ferienwohnungsvermieter über die Verlängerung einer nach dem Corona-Lockdown zwar spät begonnenen aber gut gebuchten Sommersaison. Urlaubsorte an der Küste, die zum Tourismusverband Die Nordsee GmbH zählen, verzeichneten durchweg eine positive Buchungslage, teilte Sonja Janßen von der Marketinggesellschaft mit: „Im Zeitraum der niedersächsischen Herbstferien sprechen wir von einer Auslastungsquote von 90 Prozent. Ähnlich verhält es sich mit den Herbstferien in NRW.“

Viele Fähren auf die Inseln ausgebucht

Die niedersächsischen Herbstferien beginnen mit dem kommenden Wochenende (16./17. Oktober), in Nordrhein-Westfalen, woher traditionell viele Urlauber nach Niedersachsen anreisen, begannen die Ferien bereits an diesem Wochenende. Viele Fähren etwa nach Norderney und Wangerooge waren für dieses Wochenende bereits ausgebucht, wie die Fährgesellschaften vorab mitteilten.

Auf Norderney ist die Nachfrage nach freien Betten bis tief in den November hoch, teilte Wolfgang Lübben vom Staatsbad mit. Viele Gäste hätten Nachholbedarf und suchten auch speziell die eher ruhigere Zeit auf der Insel. „Der Nachfrage stehen vergleichsweise eher wenig Freimeldungen gegenüber, so dass wir empfehlen, nicht erst auf den letzten Drücker die Unterkunft zu suchen“, sagte Lübben. Auf Wangerooge werden mit Beginn der Herbstferien in NRW erneut rund 90 Prozent der Unterkünfte ausgebucht sein, wie Rieka Beewen von der Kurverwaltung mitteilte. „Auch über das Ende der Herbstferien hinaus häufen sich die Anfragen für die Monate November und Dezember.“

Indian Summer in der Lüneburger Heide

Zum Indian Summer ist die Lüneburger Heide fast ausgebucht. „Von 1500 Betrieben haben noch 60 bis 70 letzte freie Betten“, sagte Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH. „Es wird langsam eng. Insgesamt sieht es besser aus als letztes Jahr.“ Der Trend zum Wanderurlaub halte an, besonders gefragt seien wegen der sich verfärbenden Wälder im Herbst die Harburger Berge bei Hamburg und der Lüßwald in der Südheide Richtung Celle.

Freie Unterkünfte sind auf der Homepage der Heide GmbH zu finden: „Bis eine halbe Stunde vor Anreise gibt es Tipps“, betonte von dem Bruch. Neben den 17 Freizeitparks steht ein Familienwanderprogramm mit Konzepten wie der Märchenwanderung im Fokus.

„Die Besucher vertrauen unseren Hygiene-Konzepten“

Auch der Harzer Tourismusverband blickt optimistisch auf den anstehenden Herbst. „Die Buchungszahlen sind gut“, sagte eine Sprecherin des Verbandes. Damit meinte sie neben Hotels ausdrücklich auch Gastronomie- und Freizeitangebote. Der positive Trend sei im Harz flächendeckend festzustellen. Konkrete Zahlen lägen noch nicht vor. Aber: „Bereits jetzt vor den Herbstferien in den bevölkerungsreichen Bundesländern sind die Städte gut gefüllt.“

Vorsicht und Skepsis der Urlauber würden nachlassen. „Die Besucher vertrauen unseren Hygiene-Konzepten“, so die Harz-Sprecherin. Viele würden nun Reisen und Ausflüge nachholen. Für Kurzentschlossene gebe es noch genügend Unterkünfte. Bei der Art der Unterkunft und dem Zielort sollten Urlauber allerdings flexibel sein.

Von RND/dpa