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Der Norden Kultusminister Tonne will Berufsbildenden Schulen unter die Arme greifen
Nachrichten Der Norden Kultusminister Tonne will Berufsbildenden Schulen unter die Arme greifen
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15:15 10.12.2019
Kultusminister Grant Hendrik Tonne will berufsbildende Schulen stärker unterstützen. Quelle: Irving Villegas
Hannover

Mit mehr Lehrern, mehr Geld und mehr Sozialarbeitern will Kultusminister Grant Hendrik Tonne den Berufsbildenden Schulen in Niedersachsen helfen. Diese hatten zuletzt wiederholt beklagt, am Limit zu sein, vor allem Anfang des Jahres, als sie massive Etatkürzungen hinnehmen mussten.

Jetzt will Tonne sie im nächsten Jahr finanziell deutlich besser ausstatten. Am Montagabend stellte der SPD-Politiker vor Journalisten in Hannover sein „BBS-Paket 2020“ vor. Insgesamt steigt der Etat für die berufliche Bildung von 702,3 Euro wie in diesem Jahr auf insgesamt 768 Millionen Euro.

Erstmals festes Budget für Vertretungslehrer

Erstmals erhalten die 132 Schulen, die von insgesamt 239.000 Schülern besucht werden, 15 Millionen Euro als festes Budget für Vertretungslehrer. Bislang berechnen sich die Schulbudgets durch ein kompliziertes System, indem nicht genutzte Haushaltsüberschüsse aus dem Vorjahr übertragen werden. Dabei kann die Summe jedoch von Jahr zu Jahr völlig unterschiedlich sein. Die fest zugesagten 15 Millionen Euro machten es möglich, die Unterrichtsversorgung zu stabilisieren, meint Tonne. 2018 hatte die Lehrerversorgung bei 91 Prozent gelegen. Für dieses Jahr erwartet Tonne einen ähnlichen Wert. Die nicht genutzten Ausgabereste dürften 2020 bei rund 15,3 Millionen Euro liegen. Für Fortbildungen, Dienstreisen und Begleitung von Klassenfahrten erhalten die Schulen weitere 4 Millionen Euro.

Befristete Stellen werden dauerhaft

Die 260 Lehrerstellen aus dem „Sprint“-Modellversuch, die im Zuge der Flüchtlingskrise zunächst nur befristet zur Verfügung standen, werden dauerhaft finanziell abgesichert. Wie ein Vertreter des Ministeriums sagte, ist bislang aber nur rund die Hälfte der Stellen überhaupt besetzt. Auch 50 zunächst befristete Stellen für Sozialarbeiter, deren Verträge eigentlich Ende 2019 ausgelaufen wären, werden in unbefristete Stellen umgewandelt. Zudem sollen 85 zusätzliche Sozialpädagogen eingestellt werden, die angehende Erzieher ausbilden. Tonne sagte, dass immer mehr junge Menschen sich zum Sozialassistenten oder Erzieher ausbilden lassen, in diesem Jahr sind es rund 16.000 – ein neuer Rekord.

Sieben Schultypen unter einem Dach

Das BBS-Paket sei ein starker Beleg dafür, dass berufliche Bildung für die Landesregierung ein klarer Schwerpunkt sei, sagte Tonne. Die BBSen stünden zu Unrecht immer etwas im Schatten der allgemeinbildenden Schulen, dabei sei die duale Ausbildung weltweit anerkannt. Die berufsbildenden Schule vereine bis zu sieben unterschiedliche Schultypen unter einem Dach, sagte der Minister, von der Berufsschule, in der Azubis lernten, über eine vollschulische Ausbildung etwa für Erzieher bis zu beruflichem Gymnasium, in dem man die allgemeine Hochschulreife erwerben könne.

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