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Der Norden Hasenpest kommt in Niedersachsen an
Nachrichten Der Norden Hasenpest kommt in Niedersachsen an
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00:21 02.05.2019
Ein Feldhase. Die auch auf den Menschen übertragbare Hasenpest ist in Niedersachsen im Kreis Celle nachgewiesen worden. Foto: Julian Stratenschulte (Archiv) Quelle: dpa
Celle

Die Hasenpest, eine auf den Menschen übertragbare Krankheit, ist in Niedersachsen angekommen. Bei Hermannsburg (Kreis Celle) wurde die Infektion bei einem Hasen nachgewiesen, wie der Landkreis mitteilte. Das Tier sei auf einem Radweg von Spaziergängern gefunden worden, eine Untersuchung beim Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover brachte dann den Befund des Erregers der Tularämie. „Wir gehen nicht davon aus, dass sich Menschen angesteckt haben“, sagte ein Kreissprecher. Der Landkreis warnt nachdrücklich davor, Wildtiere, besonders Hasen, anzufassen oder gar mitzunehmen. Das gelte sowohl für noch lebende Tiere als auch für Todfunde. Spaziergänger sollten bei Auffälligkeiten den örtlichen Jagdpächter informieren.

Die Hasenpest war vor einigen Wochen zunächst in Bayern und Baden-Würtemberg aufgetaucht. In Niedersachsen hatte es zuletzt 2014 eine Häufung von Fällen gegeben. Dem Landesamt für Lebensmittelsicherheit in Oldenburg ist von weiteren Funden in diesem Jahr nichts bekannt. „Einzelfälle können immer wieder mal vorkommen“, sagte eine Sprecherin am Montag. Von der Krankheit betroffene Hasen sind meist apathisch, verlieren Scheu und Fluchtdrang, haben Fieber und atmen sehr schnell. Innerhalb von zwei bis 13 Tagen verenden die meisten Tiere. Bei chronischem Verlauf sind Symptome unter anderem Abmagerung, Milz- und Leberabszesse.

Auf Hunde und Menschen übertragbar

Die Infektionskrankheit ist auf Wild- und Haustiere sowie den Menschen übertragbar. Hunde zeigen unter anderem Appetitlosigkeit, Fieber und eine Schwellung der Lymphknoten. Eine Übertragung kann durch Haut- und Schleimhautkontakt, durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem, kontaminiertem Fleisch oder Wasser stattfinden, selten durch Stiche von infizierten blutsaugenden Insekten oder Zecken oder kontaminierten Staub. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind nicht bekannt. Die Inkubationszeit beim Menschen beträgt laut Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit meist drei bis fünf Tage. Erkrankte zeigen Allgemeinsymptome wie plötzliches hohes Fieber, Unwohlsein, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. Auch Haut-, Augen- und Lungenentzündungen können auftreten.

Von Gabriele Schulte

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