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Großrazzia nach Gewaltdelikten: Polizei durchsucht Immobilien in Niedersachsen, Hamburg und Sachsen-Anhalt

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18:04 14.07.2020
Am Dienstagmorgen haben Polizisten 17 Objekte in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt durchsucht – wie hier in Bad Harzburg.
Am Dienstagmorgen haben Polizisten 17 Objekte in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt durchsucht – wie hier in Bad Harzburg. Quelle: Swen Pförtner/dpa
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Goslar

Für einen der Verdächtigen hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig einen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gestellt. Die Vorführung vor dem Haftrichter soll am Mittwoch folgen. Die 13 Beschuldigten kommen nach Polizeiangaben größtenteils aus dem Landkreis Goslar, nach Angaben von NDR Info sollen die ihnen vorgeworfenen Delikte im Bereich der Clan-Kriminalität liegen. Bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig laufen in dem Zusammenhang mehrere Strafverfahren, auch wegen eines versuchten Totschlags in Seesen.

Dort war es Ende April zu einem Angriff gekommen, bei dem einem 23-Jährigen in den Kopf gestochen wurde. Der Mann aus Springe kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Mehrere Tatverdächtige wurden damals festgenommen, nach ihren Vernehmungen zunächst aber wieder entlassen.

Zunächst Durchsuchungen in 17 Objekten

Am Dienstag rückten die Ermittler in den frühen Morgenstunden zunächst zu 17 Durchsuchungen aus. Im Visier hatten sie dabei größtenteils Wohnhäuser im Landkreis Goslar, in Osterode (Kreis Göttingen), Göttingen und Peine in Niedersachsen sowie in Ilsenburg (Kreis Harz) in Sachsen-Anhalt. Dabei ergaben sich auch Hinweise auf Tatverdächtige in einem Hamburger Hotel, insgesamt wurde die Aktion auf 21 Objekte ausgeweitet.

Umfangreiches Beweismaterial sichergestellt

Sichergestellt wurde laut Bericht umfangreiches Beweismaterial, darunter gefährliche Gegenstände, Mobiltelefone, Datenträger sowie Tabakgemisch im mittleren dreistelligen Kilogrammbereich. Die möglichen Beweise sollen jetzt ausgewertet werden. Der Durchsuchungsaktion waren monatelange Ermittlungen vorausgegangen.

Von RND/lni