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Der Norden Göttingen führt Kastrationspflicht für Katzen ein
Nachrichten Der Norden Göttingen führt Kastrationspflicht für Katzen ein
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16:26 18.11.2017
Göttinger Katzenbesitzer sollen künftig ihre Lieblinge kastrieren und kennzeichnen lassen. Quelle: dpa
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Göttingen

Grund für die Einführung der Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen ist nach Angaben der Stadt Göttingen die gestiegene Katzenpopulation. Zum einen seien die Tierheime überfüllt, zum anderen gelten verwilderte Tiere als unterernährt und krank. 

Als Muster für die zukünftige Göttinger Verordnung soll die der Stadt Braunschweig dienen, berichtet das Göttinger Tageblatt. Konkret werden dort Katzenhalter, die ihren Tieren Zugang ins Freie geben, verpflichtet, diese von einem Tierarzt kastrieren und mittels Mikrochip kennzeichnen zu lassen. Ausgenommen sind Tiere unter fünf Monaten und Zuchtkatzen. Weiter haben die Braunschweiger festgeschrieben, dass bei Zuwiderhandlung eine Geldbuße von bis zu 5000 Euro fällig wird.

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Landesweit soll es nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums mehr als 200.000 freilebende Katze geben. Hinzu kommt eine nicht zu beziffernde Zahl von sogenannten Freigängern, die ebenfalls zum Anstieg der Population beitragen. 2012 hatte die Stadt Göttingen eine Spendenaktion angeschoben, mit der versucht wurde, Katzenbesitzer einen Anreiz zur freiwilligen Kastration ihrer Vierbeiner zu schaffen. Trotz intensiver Öffentlichkeitsarbeit blieb es bei einem Versuch.