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Der Norden Ems kann für Kreuzfahrtschiffe höher aufgestaut werden
Nachrichten Der Norden Ems kann für Kreuzfahrtschiffe höher aufgestaut werden
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18:20 06.05.2019
Das Kreuzfahrtschiff "AIDAnova" während der Überführung auf der Ems. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Oldenburg

Für die Überführungen von Kreuzfahrtschiffen aus der Papenburger Meyer Werft in die Nordsee kann die Ems künftig im Sommer höher als bisher aufgestaut werden. Von Mitte Juni bis Mitte September ist nun für maximal zwölf Stunden eine Höhe von 1,90 Metern zulässig. Bisher seien in dieser Zeit nur 1,75 Metern erlaubt, teilte der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten-, und Naturschutz am (NLWKN) Montag in Oldenburg mit. Nach einem Antrag des Landkreises Emsland sei ein entsprechender Planfeststellungsbeschluss für die Jahre 2020 bis 2029 erlassen worden. Die maximale Stauhöhe im Winterhalbjahr wurde nicht geändert, sie liegt weiterhin bei 2,70 Metern.

Umweltschützer kritisieren Belastungen

Die Ems muss mit Hilfe des Emssperrwerks aufgestaut werden, damit Kreuzfahrtschiffe mit größerem Tiefgang überführt werden können. In diesem Jahr sind bisher noch zwei weitere Überführungen geplant: Ende Mai geht es mit der „Spirit of Discovery“ weiter, im Herbst ist die nächste Überführung geplant. Für den Termin im Mai kommt laut NLWKN ausnahmsweise schon die regulär erst ab Mitte Juni geltende maximale Sommer-Stauhöhe zum Tragen.

Die Überführungen locken immer zahlreiche Schaulustige an den rund 40 Kilometer langen Ems-Abschnitt zwischen Papenburg und der Nordsee. Umweltschützer kritisieren die Belastung für den Fluss und seine Ufer.

Von Thomas Struk