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Der Norden Agrarministerin schließt erneute Dürrehilfe aus
Nachrichten Der Norden Agrarministerin schließt erneute Dürrehilfe aus
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08:06 27.04.2019
Nach dem Dürre-Sommer des vergangenen Jahres schließt Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast für dieses Jahr eine erneute Nothilfe für die Bauern aus. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Nach dem Dürre-Sommer des vergangenen Jahres schließt Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast für dieses Jahr eine erneute Nothilfe für die Bauern aus. Bei einer erneuten langen Trockenheit müssten die Landwirte ihr Betriebsrisiko tragen, sagte die CDU-Politikerin in Hannover.

Sie gestand zu, dass die Lage angespannt sei. „Das ist schon dramatisch: Das letzte Jahr hängt uns noch nach. Und wenn es dieses Jahr so trocken bleibt wie in diesen Tagen, dann wird es noch schlimmer“, sagte Otte-Kinast. Das Defizit an Regen aus dem vergangenen Jahr sei noch immer nicht aufgeholt.

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Otte-Kinast: Dürre ist Betriebsrisiko

„Ein zweites Dürrejahr werden viele landwirtschaftliche Betriebe vielleicht auch nicht überstehen“, sagte Otte-Kinast. Viele hätten ihre Rücklagen aufgebraucht. „Ich wünsche mir auch mal gefühlt zwei Wochen Landregen - das brauchen wir alle. Aber ich wünsche mir nicht noch mal eine Dürrehilfe aus Bundes- oder EU-Mitteln. Das ist jetzt wirklich ein Betriebsrisiko, das muss man so deutlich sagen.“

Im Vorjahr hatte es je zur Hälfte von Bund und Land finanzierte Dürrehilfe für Niedersachsens Bauern von 35,6 Millionen Euro gegeben. Damit werden Betriebe unterstützt, die wegen der Trockenheit in eine existenzbedrohende Lage gekommen sind. Mitte April waren 2332 Anträge vollständig geprüft und 17,9 Millionen Euro ausgezahlt worden. Rund 4600 Anträge wurden bei der Landwirtschaftskammer eingereicht.

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Bauern setzen auf das Prinzip Hoffnung

Auch beim Landvolk sorgt man sich. „In großer Sorge ist wohl jeder Landwirt“, sagte die Sprecherin des niedersächsischen Bauernverbands, Gabi von der Brelie. Sie betonte aber auch: „Im Moment haben wir noch das Prinzip Hoffnung. Eigentlich ist der Landwirt so gestrickt, dass er das Wetter als Berufsrisiko ansieht.“ Dennoch benötige er irgendwann als Ausgleich ein gutes Jahr. Denn nach der großen Trockenheit des Vorjahres seien bei vielen Betrieben die Reserven aufgezehrt. Es sei aber noch zu früh für Prognosen.

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2018 hatte es vom Vorjahr noch viel Feuchtigkeit in den Böden gegeben - das ist nun vorbei. Daher sind jetzt dringend ergiebige Niederschläge nötig. „Das Dürrejahr 2018 ist zwar kalendarisch vorbei, aber für die Landwirtschaft ist es nicht vorbei“, sagte Otte-Kinast.

Von RND/lni

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