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Der Norden Dschungelcamp-Reise: Lehrerin erneut vor Gericht
Nachrichten Der Norden Dschungelcamp-Reise: Lehrerin erneut vor Gericht
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07:05 10.12.2019
Die Dschungelcamp-Teilnehmerin Nathalie Volk (l) begleitet ihre Mutter zu den Gerichtsprozessen. Quelle: Philipp Schulze/dpa
Lüneburg

Mit der Dschungelcamp-Reise der Mutter von Teilnehmerin Nathalie Volk nach Australien beschäftigt sich das niedersächsische Oberverwaltungsgericht am Dienstag erneut. Eine Entscheidung dürfte noch im Laufe des Tages fallen, sagte ein Sprecher in Lüneburg.

Beim Oberverwaltungsgericht (OVG) geht es im Disziplinarverfahren um die endgültige Entfernung der Beamtin aus dem Dienst - wie von der Landesschulbehörde angestrebt. Die Lehrerin hatte Berufung gegen eine entsprechende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Lüneburg eingelegt.

Krankschreibung erschlichen

Die 50 Jahre alte Pädagogin hatte ihre Tochter (22) 2016 zum RTL-Dreh für die Sendung „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ begleitet und sich dafür eine Krankschreibung erschlichen. Im Strafverfahren wurde sie bereits rechtskräftig verurteilt. Das Oberlandesgericht Celle bestätigte im August 2018 die vom Landgericht Lüneburg verhängte Geldstrafe und verwarf eine Revision.

Das Landgericht hatte die Beamtin im März 2018 wegen des Gebrauchs eines unrichtigen Gesundheitszeugnisses verurteilt. Das Gericht reduzierte die 2017 vom Amtsgericht Soltau verhängte Strafe auf 90 Tagessätze von je 60 Euro.

Für öffentlichen Dienst untragbar

Weil sie ungerechtfertigt dem Dienst ferngeblieben war, sei das Vertrauen ihres Dienstherrn und der Allgemeinheit verloren, befand das Verwaltungsgericht im vergangenen April. Die Studienrätin habe einen Persönlichkeitsmangel offenbart, der sie für den öffentlichen Dienst insgesamt untragbar mache. In einem Schreiben hatte sich die Frau entschuldigt. Auch wenn der Befund im Attest nicht gestimmt habe, so sei sie doch krank gewesen, hieß es darin.

Der Trip hatte in einem Eilverfahren im Februar 2018 auch schon das Oberverwaltungsgericht beschäftigt. Die Lehrerin sei zu Recht vorläufig vom Dienst suspendiert worden, entschieden die Richter damals.

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Von RND/lni

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