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Der Norden Auf diesen Strecken gibt es Freitag Verspätungen
Nachrichten Der Norden Auf diesen Strecken gibt es Freitag Verspätungen
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20:47 14.01.2016
Von Bernd Haase
Wegen erwarteten Schneefalls kündigt die Bahn für Freitag ein Tempolimit für ICEs und damit Verspätungen an. Quelle: dpa/Archiv
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Hannover

Bahnreisende müssen am Freitag Verzögerungen auf insgesamt neun Schnellverkehrsstrecken im Fernverkehr in Kauf nehmen. Der Grund: Wegen des angekündigten erneuten Wintereinbruchs mit Eis und Schnee gilt für ICE-Züge ein Tempolimit von 200 Stundenkilometern. Regulär können die Züge mit bis zu Tempo 300 durch die Lande flitzen. Je nach Strecke entstehen durch die Geschwindigkeitsbegrenzung Verzögerungen von zehn bis 35 Minuten. Betroffen sind unter anderem die Verbindungen HannoverWürzburg und HannoverBerlin, außerdem im norddeutschen Raum noch die Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Wer von Hannover aus weiter in den Süden Richtung München oder Stuttgart will, muss sich ebenfalls auf längere Reisezeiten einstellen. „Das Tempolimit gilt vom Betriebsbeginn am Freitagmorgen an. Wann es aufgehoben wird, können wir noch nicht sagen“, erklärt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis.

Mit der Geschwindigkeitsbegrenzung reagiert der Bahnkonzern auf sogenannten Schotterflug, der bei Eis und Schnee auftritt. Dabei bilden sich zunächst Eisklumpen am Zug. Wenn sie bei hoher Geschwindigkeit ins Gleisbett fallen, werden dadurch Schottersteine hochgeschleudert und knallen gegen die Unterböden der Waggons. „Wir hatten wegen des Schotterflugs in der Vergangenheit schon schwere Schäden, die sogar zu Zugausfällen geführt haben“, sagt Meyer-Lovis.

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Bahn: Stabiler Verkehr durch Tempolimit

Die Bahn verspricht sich durch das Tempolimit einen insgesamt stabileren Winterverkehr. Sie hat auch in der Vergangenheit schon zu dieser Maßnahme gegriffen, allerdings noch nie mit Vorankündigung und Vorabinformation der Kunden. „So können sie sich besser auf die Situation einstellen und planen“, erklärt das Unternehmen. Mit dieser Methode hat die Bahn auch schon bei Streiks Erfolg gehabt. Zu diesen Gelegenheiten legte sie sogar einen Ersatzfahrplan auf. Dies passiert am heutigen Freitag jedoch nicht. „Grundsätzlich gilt der reguläre Fahrplan“, betont das Unternehmen.

Kunden müssen sich deshalb über die aktuellen Verspätungen entweder unter www.bahn.de/aktuell oder bahn.de/liveauskunft informieren. Alternativ können sie die App DB Navigator oder die zentrale Service-Telefonnummer (01 80) 6 99 66 33 nutzen. Diese kostet bei Anrufen aus dem Festnetz 20 Cent, aus Mobilfunknetzen bis zu maximal 60 Cent pro Anruf.

Bei Zügen der jüngeren ICE-Generation haben Bahn und Hersteller reagiert und die Unterböden der Wagen durch verstärkte Platten gegen den Schotterflug gesichert. Die Exemplare der älteren Baureihen fahren aber zum großen Teil noch ohne diese Schutzvorrichtung und sind damit in diesem Punkt nicht wirklich winterfest.

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