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Der Norden Niedersachsen setzt ab Dienstag flächendeckend auf 2-G-Regeln
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Corona-Regeln Niedersachsen: 2G flächendeckend ab Dienstag, den 23.11

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13:19 21.11.2021
Ministerpräsident Weil setzt noch stärker auf 2G.
Ministerpräsident Weil setzt noch stärker auf 2G. Quelle: Robert Michael/dpa (Archiv)
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Hannover

Die niedersächsische Landesregierung will im Kampf gegen das stark ansteigende Corona-Infektionsgeschehen flächendeckend auf 2-G-Regeln setzen. Das heißt, dass die alltägliche Bewegungsfreiheit für alle, die nicht geimpft oder genesen sind, noch stärker eingeschränkt wird. Das ist ein Ergebnis der Bund-Länder-Beratungen am Donnerstag, das Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstagabend vor Medienvertretern vorgestellt hat.

Restaurantbesuche künftig nur noch nach 2-G-Regeln

In Niedersachsen soll die nächste Fassung der Corona-Verordnung von Dienstag, 23. November, an gültig sein. Über das Wochenende werde der bisherige Entwurf noch einmal mit Blick auf die Ergebnisse vom Donnerstag überarbeitet. Vielfach wird dabei die Formulierung „3G“ – also frei für tagesaktuell negativ Getestete – wegfallen. Übrig bleibt dann nur 2G. „Allgemeine flächendeckende Schließungen wird es nicht geben“, sagte Weil allerdings. Das gelte etwa für Gastronomie oder Handel. Vieles deutet darauf hin, dass für Restaurants grundsätzlich eine 2-G-Beschränkung wirksam werden könnte. Bei einer Eskalation könnte das Land außerdem im gesamten Freizeitbereich alle Veranstaltungen verbieten, dazu zählte Weil etwa Discos, Bars, Kultur, Sport und Freizeiteinrichtungen.

Kein generelles Verbot für Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmärkte sollen nicht generell verboten werden, sagte Weil. Allerdings könnte die Landesregierung sich entschließen, auch diese ausschließlich für geimpfte und genesene Besucher freigeben. Der in Hannover geplante Weihnachtsmarkt müsste dafür seine Regeln gegebenenfalls noch einmal anpassen. Dort ist zwar der Verkauf an Buden auf 2-G-Besucher beschränkt, für das Flanieren zwischen den Buden gilt diese Einschränkung jedoch nicht.

Neue Verordnung mit neuen Grenzwerten der Hospitalisierung

Bei der überarbeiteten Fassung der kommenden Verordnung sollen zudem die bisherigen Stufengrenzen der sogenannten Hospitalisationsinzidenz neu festgelegt werden. Diese liegen bisher bei den Werten 4, 8 und 12. Neue Grenzwerte für die mögliche Verschärfung von Maßnahmen sollen künftig 3, 6 und 9 sein. Am Dienstag betrug der Wert für Niedersachsen 4,7.

Mit Blick auf die Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und -Präsidenten sowie der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte Weil: „Es hat noch nicht viele Runden dieser Art gegeben, die mich positiv überrascht haben. Heute war das der Fall.“ Zwischen Bund und Ländern bestehe ein breiter Konsens. „Die niedersächsischen Planungen passen gut rein in das, was besprochen worden ist.“

Es sei nun verbindlich entschieden, dass besonders verletzliche Gruppen wie Menschen in Alten- und Pflegeheimen besser geschützt werden. „Zudem gibt es die klare Ansage, dass wir für eine Impfpflicht sind für Berufsgruppen, die in solchen Einrichtungen arbeiten“, sagte Weil. Dies ist ein wesentliches Ergebnis der Beratungen.

Von Marco Seng und Volker Wiedersheim