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Corona-Impfung: Wieso werden nur über 30-Jährige mit Moderna geimpft?

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10:57 29.12.2021
Der Impfstoff von Moderna kann bei jungen Menschen häufiger zu Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen führen. Gleichwohl treten diese Nebenwirkungen sehr selten auf.
Der Impfstoff von Moderna kann bei jungen Menschen häufiger zu Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen führen. Gleichwohl treten diese Nebenwirkungen sehr selten auf. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa / Montage: RND/kha
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Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt seit Mitte November nur noch über 30-Jährigen eine Impfung mit Spikevax vom Hersteller Moderna. Wer jünger ist, soll Comirnaty von Biontech bekommen – „auch wenn zuvor ein anderer Impfstoff verwendet wurde“.

Die Empfehlung gilt auch, wenn ein Booster ansteht. Schwangere sollen unabhängig vom Alter mit Biontech geimpft werden.

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Warum gibt es kein Moderna für alle?

Grundlage dieser Empfehlung sind Sicherheitsdaten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) und weitere internationale Daten. „Aktuelle Meta-Analysen zeigen, dass Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen bei Jungen und jungen Männern sowie bei Mädchen und jungen Frauen unter 30 Jahren nach der Impfung mit Spikevax häufiger beobachtet wurden als nach der Impfung mit Comirnaty“, schreibt die Stiko in ihrer Empfehlung. Für über 30-Jährige bestehe hingegen kein erhöhtes Risiko.

Herzmuskelentzündung ist eine „sehr seltene Impfnebenwirkung“

Die Stiko merkte in ihrer Impfempfehlung zudem an, dass es sich bei der mit dem Moderna-Vakzin in Verbindung stehenden Herzmuskelentzündung beziehungsweise Herzbeutelentzündung um „eine sehr seltene Impfnebenwirkung“ handelt.

In der Regel sind die Verläufe mild und gut behandelbar. Typische Symptome infolge einer Impfung sind laut der Deutschen Herzstiftung Atemnot, starker, unregelmäßiger Herzschlag und Schmerzen an der Brust. Im Zweifel sollte dann der Hausarzt, die Hausärztin oder der hausärztliche Notdienst kontaktiert werden

Von RND/Saskia Heinze