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Der Norden Gesundheitsministerin mahnt: Impfstoff bleibt bis Ostern knapp
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Corona-Impfung Niedersachsen: Ministerin Reimann bittet um Geduld bis Ostern

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18:32 02.02.2021
Auf der Suche nach mehr Corona-Impfstoff: Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD).
Auf der Suche nach mehr Corona-Impfstoff: Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Quelle: Ole Spata/dpa
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Hannover

Die Zahl der Corona-Impfungen in Niedersachsen bleibt gering, die Lieferungen von Impfstoff ebenso. Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) geht deshalb davon aus, dass bis Ostern nicht einmal zehn Prozent der Menschen in Niedersachsen gegen das Coronavirus geimpft werden können. Niedersachsen bekomme zu wenig Impfdosen pro Woche. „Wir haben überhaupt nur Lieferzusagen für den Februar“, sagte Reimann am Dienstag bei der Vorstellung des Stufenplans der Landesregierung für Corona-Lockerungen. Deshalb könnten bis Ostern nur Menschen aus der Gruppe mit der höchsten Priorität geimpft werden.

Vorerst keine Impfung bei Hausärzten

Diese Gruppe umfasst in Niedersachsen rund 800.000 Menschen. Dazu zählen Senioren über 80 Jahre, Pflegekräfte und medizinisches Personal. Zusätzliche Lieferungen seien für das erste Quartal „bisher nicht absehbar“, sagte Reimann. Die angestrebte Impfung in Hausarztpraxen mit dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca hält die Ministerin wegen der Lieferengpässe auch im zweiten Quartal für kaum realisierbar. „Das sehe ich erst mal noch nicht“, sagte Reimann. In den Hausarztpraxen werde man erst dann impfen können, wenn wirklich umfassend Impfstoff zur Verfügung stehe.

Rund 25.000 Menschen durchgeimpft

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums erhält Niedersachsen in nächster Zeit pro Woche nur 65.000 Impfdosen von Biontech und im ganzen Februar nur 26.400 Dosen von Moderna. Von rund 105.000 Bewohnern in den Einrichtungen der stationären Altenpflege hätten 67.500 die erste Impfung erhalten. 24.664 Bewohner seien bereits ein zweites Mal geimpft. Bisher haben nach Angaben der Ministerin 11.232 Frauen und Männer in Niedersachsen ihre Impftermine erhalten. 24.130 weitere stünden derzeit auf der Warteliste.

Warteliste jetzt auch im Internet

Reimann betonte, sie verstehe den Ärger derer, die auf einen Impftermin warten. Um die schleppende Terminvergabe zu beschleunigen, sollen Impfwillige von Freitag an die Möglichkeit haben, sich auch im Internet auf die Warteliste setzen zu lassen, erklärte die Ministerin. Bisher geht das nur telefonisch. Außerdem könnten die Senioren nur noch das Impfzentrum im eigenen Landkreis nutzen, auch wenn das Zentrum eines benachbarten Kreises näher am Wohnort liegen sollte. Darüber hinaus sollen Paare in Zukunft gemeinsame Impftermine vereinbaren können.

Von Marco Seng