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Der Norden 13-Jähriger mithilfe von Drohne aus dunklem Wald gerettet
Nachrichten Der Norden 13-Jähriger mithilfe von Drohne aus dunklem Wald gerettet
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13:39 05.03.2020
Polizisten und Rettungssanitäter starten ein Drohne mit Wärmebildkamera, um einen 13-Jährigen im Harz zu suchen: Mit Erfolg. Quelle: Sascha Bergmann/Polizei Clausthal-Zellerfeld
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Clausthal-Zellerfeld

Eigentlich wollte der Schüler mit dem Bus von Clausthal-Zellerfeld im Oberharz nach Bad Grund fahren. Doch der 13-Jährige war zu spät dran und machte sich am Mittwochabend zu Fuß auf den Weg in seinen Heimatort. Dass er dabei eine Abkürzung durch den Wald nehmen wollte, wäre ihm fast zum Verhängnis geworden.

In eine Navigations-App seines Handys hatte er zwar seine Heimatadresse eingegeben, so dass er den Weg durch den Wald zu finden hoffte. Doch irgendwo zwischen Clausthal und dem rund zehn Kilometer entfernten Bad Grund gab der Akku nach Polizeiangaben vom Donnerstag den Geist auf. Das Navi fiel aus. Schon nach kurzer Zeit irrte der 13-Jährige orientierungslos umher und wusste bald nicht mehr, wo er war.

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Auch die Bergwacht ist alarmiert

Mit dem letzten Rest Strom konnte er noch den Notruf „112“ wählen. Und zu seinem Glück gelang es der Rettungsleitstelle noch, per Ortungs-SMS den ungefähren Standort des Schülers zu ermitteln, bevor sich das Mobiltelefon endgültig verabschiedete.

Die Polizei startete sofort eine große Suche. Denn die Dunkelheit nahte. „Wir haben uns mit mehreren Streifenwagen auf den Weg gemacht“, berichtete Sascha Bergmann von der Polizei in Clausthal. Mit Unterstützung von Hundeführern und Polizeihunden suchten die Beamten allerdings vergeblich. „Als es immer dunkler wurde, haben wir zusätzlich die Bergwacht alarmiert“, sagte Bergmann, der den Einsatz im Wald leitete. „Denn die Bergwacht hat eine Drohne mit Wärmebildkamera, Suchscheinwerfer und Lautsprecher.“

Irgendwann hörten die Hundeführer dann Hilferufe von einem entfernten Hügel. „Wir konnten dann ungefähr einordnen, wo sich der Junge befindet und die Drohne dort starten“, sagte Bergmann. Mit Hilfe des Flugapparats gelang es dann schließlich, den 13-Jährigen nach insgesamt drei Stunden Suche aufzuspüren. Der Junge, dem bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eine eisige Nacht im Wald drohte, war unverletzt. So konnten ihn die Polizisten noch am Mittwochabend wohlbehalten in die Obhut seiner Mutter geben.

Von RND/lni