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Der Norden Atomgegner demonstrieren nach Brand in Lingener Fabrik
Nachrichten Der Norden Atomgegner demonstrieren nach Brand in Lingener Fabrik
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22:30 19.01.2019
Atomgegner demonstrieren in Lingen gegen die Brennelementefabrik vor Ort. Quelle: dpa
Lingen

Nach einem Brand Anfang Dezember in der Lingener Brennelementefabrik haben am Sonnabend Atomkraftgegner gegen den Weiterbetrieb der Anlage demonstriert. Nach Angaben der Polizei und der Veranstalter zogen am Mittag rund 180 bis 200 Menschen friedlich durch die Innenstadt und forderten Aufklärung über den Unfall. Das Feuer war am 6. Dezember in einem Labor im nuklearen Teil der Fabrik ausgebrochen.

Brandursache noch immer unklar

Bislang sei völlig unklar, welche Folgen der Brand hatte, sagte Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt Schüttorf dem Evangelischen Pressedienst (epd). Es sei bekannt, dass während des Feuers Uran in einem Verdampfer gewesen sei. Doch gebe es keine Information darüber, ob die Techniker das ganze strahlende Material wieder bergen und sichern konnten.

In einem bereits am Dienstag bekanntgemachten Schreiben an Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) hatten die Initiativen unter anderem nach Anzeichen für ein mögliches Verschulden des Betreibers gefragt. Bis Weihnachten seien alle paar Tage neue Versionen zum Ablauf des Störfalls veröffentlicht worden. „Seither herrscht Schweigen“, sagte Burchert. Wegen des Vorfalls hätten zwei Atomkraftgegner bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück Strafanzeigen gegen den Betreiber unter anderem wegen Bodenverunreinigung, Luftverunreinigung sowie des unerlaubten Umgangs mit radioaktiven und anderen gefährlichen Stoffen eingereicht.

Lingen und Gronau von Atomausstieg ausgenommen

Die Brennelementefabrik in Lingen und die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau sind vom deutschen Atomausstieg ausgenommen und haben unbefristete Betriebsgenehmigungen. Beide Anlagen beliefern Atomkraftwerke in mehreren europäischen Ländern mit Kernbrennstäben, darunter auch als besonders störanfällig geltende Reaktoren in Belgien und Frankreich.

Von epd/RND

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