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Bremen: Grüne fordern Haustier-Führerschein – mit Pfüfung für die Halter

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14:00 01.03.2021
Durch den Führerschein soll sicher gestellt werden, dass Halter gut umgehen können mit ihren Haustieren.
Durch den Führerschein soll sicher gestellt werden, dass Halter gut umgehen können mit ihren Haustieren. Quelle: Christin Klose/dpa
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Bremen

Die Grünen-Fraktion der Bremer Bürgerschaft will schärfere Regeln für das Halten von Haustieren – einen sogenannten Haustier-Führerschein. In einem Positionspapier forderten die Grünen strengere Vorschriften und einen Sachkundenachweis, berichtete der „Weser-Kurier“.

 Hunde, Katzen, Meerschweinchen und andere Haustiere dürften demnach nur diejenigen erwerben, die einen solchen Haustier-Führerschein besitzen. Dazu solle es eine theoretische und eine praktische Prüfung geben. Außerdem forderten die Grünen etwa eine bundesweite Positivliste mit Tieren, die für die private Haltung geeignet sind, und ein Verbot des Tierhandels im Internet und auf Messen.

„Tiere sollten nicht wie Sachen behandelt werden“

„Die Haustierhaltung geschieht häufig sehr verantwortungsvoll und artgerecht, aber nicht immer sind Haltungen für Menschen und Tiere vorteilhaft“, sagte Philipp Bruck, Grünen-Sprecher für Tierpolitik. „Tiere sind keine Sachen und sollten daher nicht wie diese gehandelt werden.“ Eine Positivliste solle die private Tierhaltung auf die Arten beschränken, die vom Zusammenleben mit dem Menschen profitieren. Das seien beispielsweise Hunde, Katzen oder Pferde, keineswegs aber Exoten, Rennmäuse oder Affen. Tiere, die nicht auf der Liste stehen, sollten nicht mehr verkauft werden. Wer mehr als drei Tiere anschaffen wolle, müsse einen weiteren Nachweis erbringen.

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Wer Tiere züchten will, soll nach den Vorstellungen der Grünen dem zuständigen Veterinäramt seine Eignung nachweisen. Züchtungen, die Schmerzen, Leiden oder Schäden bedeuteten, müssten beendet werden, das betreffe etwa Hunderassen wie Bulldogge, Mops oder Chihuahua. „Solange bestimmte Tiere in relevanter Zahl in Heimen leben und als vermittelbar gelten, sollte ihnen stets Priorität eingeräumt und Nachzuchten nach Möglichkeit begrenzt werden“, sagte Bruck.

„Eine Positivliste halten wir für sehr sinnvoll“, sagte Gaby Schwab, Sprecherin des Bremer Tierheims, der Zeitung. Ein Haustier-Führerschein sei theoretisch für eine gute Sache, in der Praxis aber schwer umsetzbar.

Von RND/lni