Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Der Norden Uetze: 33-Jähriger verletzt Ex-Frau mit Messer – und hält sie stundenlang fest
Nachrichten Der Norden Uetze: 33-Jähriger verletzt Ex-Frau mit Messer – und hält sie stundenlang fest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:52 12.09.2019
Nach dem gewaltsamen Übergriff ermittelt die Polizei. Quelle: Joachim Dege
Krätze

Ein 33 Jahre alter Mann hat am Dienstagnachmittag in Krätze seine Ex-Frau mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Die Frau konnte sich zu Nachbarn retten und musste mit dem Rettungswagen in eine Klinik gefahren werden. Ihr Zustand ist mittlerweile stabil. Die Polizei konnte den Täter festnehmen.

Opfer bittet Nachbarin schreiend um Hilfe

Nach Darstellung von Zeugen stürzte das 51 Jahre alte Opfer am Dienstagnachmittag gegen 15.30 Uhr aus der Haustür des Einfamilienhauses und schrie laut um Hilfe. Dabei presste die Frau ihre Hände gegen den Bauch. Sie traf auf eine Nachbarin, die gerade mit ihren beiden eigenen Kindern und einem Besuchskind zu einem Spaziergang aufbrechen wollte. Die verletzte Frau rief ihr zu, sie solle eilends ihre Kinder fortbringen und sich selbst und auch sie in Sicherheit bringen. Daraufhin verbarrikadierten sich alle zusammen im Haus der Nachbarin, deren Mann die Polizei alarmierte.

Zeugen berichten zudem, der mutmaßliche Täter habe zunächst mit wirrem Gesichtsausdruck im Türrahmen des Wohnhauses gestanden, sei dann in das Haus zurückgegangen, wenig später aber wieder herausgekommen und Richtung Katensen davongegangen. Als er bemerkte, dass ihn der Nachbar verfolgte, sei er zu einem nahen Wald gerannt.

Die Polizei war wenig später mit einem Großaufgebot an Ort und Stelle, nahm mit mehreren Streifenwagen die Verfolgung des Täters auf und kümmerte sich um die verletzte Frau. Kurze Zeit später gelang es Polizisten, den Flüchtigen festzunehmen. Ein Haftrichter sollte noch am Mittwoch entscheiden, was mit dem Messerstecher passiert. Ein Rettungshubschrauber landete im Garten hinter dem Haus, in dem es zu dem Übergriff gekommen war, berichtete die Nachbarin.

Kleine Kinder in Angst und Schrecken versetzt

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen nach ersten Ermittlungen davon aus, dass die Tat bereits um 12 Uhr passierte. Anschließend habe der Täter seine Frau, mit der er trotz Scheidung und zahlreicher aktenkundiger Gewaltexzesse nach wie vor zusammenlebt, drei Stunden lang gewaltsam festgehalten.

Die Nachbarin berichtete, dass sich die verletzte Frau ihre Wunde offenbar bereits selbst abgebunden hatte, bevor sie aus dem Haus geflüchtet sei. Die kleinen Kinder seien wegen des Trubels und der vielen Polizeibeamten in Angst und Schrecken versetzt worden, erzählte sie weiter.

Die Kriminalpolizei hat das Haus im Krätzer Winkel versiegelt. Quelle: Joachim Dege

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen zurzeit nicht von einer Tötungsabsicht aus, sondern ermitteln wegen gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung, wie aus einer von der Staatsanwaltschaft Hildesheim autorisierten Mitteilung hervorgeht. Das Haus ist mittlerweile versiegelt. Polizeibeamte vernahmen auch am Mittwochvormittag noch Nachbarn.

Polizeibekannter Täter leidet an paranoider Schizophrenie

Der Täter hatte erst vor wenigen Wochen in Burgdorf vor Gericht gestanden, nachdem er im Frühjahr eine junge Prostituierte mit einem Messer bedroht und eingesperrt hatte. Das Gericht hatte den Prozess unterbrochen und ein Gutachten beauftragt, um festzustellen, ob der Mann schuldfähig ist. Bei einem Klinikaufenthalt in einer psychiatrischen Klinik hatten Ärzte bei dem Mann eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert. Patienten, die daran leiden, entwickeln Wahnvorstellungen und Halluzinationen, häufig auch Zorn und Angst. Bisweilen neigen die Betroffenen zu Gewalt gegen sich selbst und Dritte.

Von Joachim Dege

Er sollte sich verleumderisch über die Zustände in einem Pflegeheim in Hedemünden geäußert haben: Das Amtsgericht Hedemünden stellte das Verfahren gegen den Ex-SPD-Landtagsabgeordneten Ronald Schminke nun ein – nach drei Jahren.

04.09.2019

Der Kreis Stade hat Tierrechtler-Videos zum Schlachthof Düdenbüttel ausgewertet – und es ist so schlimm wie befürchtet: Bei Landwirten und Schlachtern sind reihenweise Verstöße festgestellt worden.

05.09.2019
Der Norden Die tägliche Hannover-Glosse „Lüttje Lage“: Ich kann das besser

So bemerkenswert kann das Leben in Hannover sein: In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und lustigen Erlebnissen des Alltags. Heute: Liebes Wahlamt …

05.09.2019