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Der Norden Bade-Warnung ignoriert: Touristin aus Niedersachsen muss aus Ostsee gerettet werden
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Bade-Warnung ignoriert: Touristin aus Niedersachsen aus Ostsee gerettet

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18:39 01.08.2021
Starker Wind und starke Strömung haben am Wochenende vielerorts in MV zu einem Badeverbot in der Ostsee geführt, an das sich aber nicht alle hielten.
Starker Wind und starke Strömung haben am Wochenende vielerorts in MV zu einem Badeverbot in der Ostsee geführt, an das sich aber nicht alle hielten. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
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Graal-Müritz

Eine Übung von Wasserrettern hat einer Urlauberin in der Ostsee bei Graal-Müritz (Landkreis Rostock) vermutlich das Leben gerettet. Die 54-Jährige wurde von Rettern am Samstagabend bei stürmischem Wetter aus dem Wasser geholt, wie Andre Rieckhoff als Leiter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Sonntag sagte.

Die Touristin aus dem Kreis Nienburg/Weser war Schwimmen gegangen und hatte sich an einem Buhnenkopf festgeklammert, wo sie wegen starker Strömungen nicht mehr weggekommen war.„Wegen des starken Westwindes bis etwa Stärke sechs herrschte schon lange am Weststrand Badeverbot und unsere Mitglieder hatten eigentlich auch schon Feierabend“, erklärte Rieckhoff. Da man die Übung aber verabredet hatte, sei man abends in der Nähe gewesen.

Die 54-Jährige sei etwa vier Strandaufgänge vom Badestrand entfernt im Wasser gewesen. Die ziemlich entkräftete und unterkühlte Frau kam in eine Klinik. Sie war aber nicht die Einzige, die die Strömungen bei starkem Wind unterschätzt und das Badeverbot ignoriert hatte: „Wir mussten tagsüber auch schon drei ziemlich entkräftete Kinder von den Buhnen aus der Ostsee bergen.“ Der westliche Ostseestrand der Halbinsel Fischland-Darß gilt wegen der Strömungen bei starkem Wind als gefährlich.

Von dpa