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Braunschweig Verkehrs-GmbH testet Abbiegeassistenz-System in Bussen
Nachrichten Braunschweig Verkehrs-GmbH testet Abbiegeassistenz-System in Bussen
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23:57 15.03.2019
Das rote Warnsignal auf dem Bildschirm zusätzlich ertönt ein Piepton. Quelle: Verkehrs-GmbH
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Braunschweig

Das Abbiegen im Stadtverkehr gehört für Busfahrerinnen und -fahrer im öffentlichen Nahverkehr zu den unangenehmsten Aufgaben. Zu der Beachtung von Ampeln, querenden und entgegenkommenden Fahrzeugen sowie Beschilderungen kommen seitlich des Busses schwer zu erkennende Fußgänger und Radfahrer hinzu. Diese sind sich meist nicht bewusst, dass der Busfahrer sie möglicherweise gar nicht sehen kann, weil sie sich im Toten Winkel befinden. Die Verkehrs-GmbH Braunschweig testet seit Anfang Februar ein Abbiegeassistenzsystem an einem zwölf Meter langen Linienbus.

„Die Hersteller bieten zum Nachrüsten von Fahrzeugen ohne Assistenzsysteme verschiedene Modelle an. Entschieden haben wir uns für den regionalen Anbieter aus Hannover, die Firma Rosho Automotive Solutions, die das Assistenzsystem an unserem Linienbus 1807 installiert hat“, erläutert Dirk Fischer, Prokurist und Technischer Leiter der Verkehrs-GmbH. „Wir setzen den Bus täglich auf verschiedenen Buslinien im gesamten Stadtgebiet ein um das System zu testen, Positionen und Einstellungen zu ändern, zu verbessern und die Aussendung der Warnsignale zu steuern“.

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Die Kamera sei rechts seitlich am Fahrzeug hinter der Linienanzeige angebracht und erfasse in einem rechteckig definierten Feld Objekte, die sich neben dem Fahrzeug schneller bewegen als dieses selbst, erklärt Holger Schimmels, Geschäftsführer der Rosho Automotive Solutions. „Bei freier Fläche ist das auf dem Monitor rechteckig angezeigte Sichtfeld grün gerahmt, da sich kein bewegliches Objekt in der Warnzone befindet. Ist aber ein Objekt erfasst, ändert sich die Rahmenfarbe des Identifikationsfeldes auf dem Monitor in Rot als optisches Warnsignal und ein Piepton ertönt als akustisches Warnsignal.“

„Bevor wir eine Entscheidung treffen, alle Fahrzeuge mit Abbiegesystemen nachzurüsten, wollen wir ein solches System natürlich im täglichen Linienverkehr ausgiebig testen“, sagt Fischer. „Die Kosten für eine Nachrüstung aller Busse unserer Fahrzeugflotte liegen bei 200 000 bis 300 000 Euro.“ Die in 2019 bestellten 21 neuen Busse werden alle bereits mit einem Abbiegeassistenzsystem ausgestattet sein.

Von Jan Tiemann

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