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Braunschweig Klinikum-Förderverein finanziert 12 000 Euro teures Ultraschallgerät
Nachrichten Braunschweig Klinikum-Förderverein finanziert 12 000 Euro teures Ultraschallgerät
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17:58 17.05.2019
Bei der Vorführung des neuen Gerätes (v.l.): Helmut Reise und Ulrike Bohle (Förderverein), Professor Dr. Martina Becker-Scheibe, Leitende Oberärztin, Christine Wolnik und Freia Wiersdorff (Förderverein) zusammen mit Chefarzt Professor Dr. Wolfgang Hoffmann sowie Cornelia Zdenek und Irmtraud Warnecke, Leitende Medizinisch-technische Assistentinnen der Klinik. Quelle: Peter Sierigk
Braunschweig

„Einer der Grundsätze in der Strahlentherapie ist es, einen Tumor mit der höchstmöglichen Dosis zu bestrahlen und dabei gleichzeitig die umliegenden Organe und Gewebe zu schonen“, erklärt Professor Dr. Wolfgang Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie des Klinikums Braun-schweig. Trotz der technischen Fortschritte im Bereich Technik und Software sei dies immer noch eine Herausforderung, erläutert er weiter.

„Gerade bei Tumoren im Unterleibsbereich, wie zum Beispiel bei Prostata- oder Gebärmuttertumoren, liegen die betroffenen Stellen dicht bei anderen Organen. Deshalb lassen wir die Patientinnen und Patienten vor der Behandlung viel trinken. Die gefüllte Blase ‚drückt‘ dann im Liegen beispielsweise den Dünndarm beiseite und wir können so die Prostata bestmöglich bestrahlen, ohne den Darm zu treffen.“

Ultraschallgerät zeigt auch Füllmenge

Irmtraud Warnecke, Leitende Medizinisch-technische Assistentin der Klinik, ergänzt: „Wir müssen einfach wissen, ob die Blase genügend gefüllt ist und dadurch das umliegende Gewebe nicht mehr im Strahlungsbereich liegt. Hierzu benutzen wir ein spezielles Ultraschallgerät, dass uns nicht die sonst üblichen Bilder, sondern die exakte Füllmenge der Blase liefert. Wenn nötig, muss der Patient dann noch etwas mehr trinken.“

Unbürokratische Hilfe

Bisher war nur eines dieser Mobilgeräte in der Klinik bei drei Behandlungsplätzen im Einsatz. „Wir freuen uns, dass wir unbürokratisch der Klinik für Strahlentherapie helfen konnten und wissen, dass die Spendengelder, die wir hierfür zur Verfügung gestellt haben, den betroffenen Patientinnen und Patienten bei ihrer Therapie helfen“, so Christine Wolnik, Vorsitzende des Vereins.

Von Jan Tiemann

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