Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Kommentare Kommentar zur umstrittenen Klinik-Studie: Augenmaß statt Kahlschlag
Mehr Meinung Kommentare Kommentar zur umstrittenen Klinik-Studie: Augenmaß statt Kahlschlag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:44 18.07.2019
Tobias Mull, stellvertretender Redaktionsleiter der PAZ, kommentiert die umstrittene Bertelsmann-Klinikstudie vor dem Hintergrund der Peiner Krankenhaus-Krise. Quelle: RND Collage
Peine

Kleine Krankenhäuser sind qualitativ schlecht und nicht finanzierbar, die braucht es nicht, dicht machen, fertig. So in etwa lässt sich die Studie der Bertelsmann Stiftung zusammenfassen. Natürlich ist es richtig und wichtig, bei Krankenhäusern auf Qualität und Wirtschaftlichkeit zu schauen – aber ist es wirklich sinnvoll, gerade in ländlichen Regionen völlig auf eigene Einrichtungen zu verzichten und alles in ein paar Großkliniken zu zentrieren? Die Gesundheitsversorgung zählt immerhin zur öffentlichen Daseinsvorsorge – zu der gehört letztlich auch, die Wege bis zum nächsten Krankenhaus nicht unnötig lang werden zu lassen. Nun muss nicht in jedem Dorf ein Krankenhaus vorgehalten werden, und kleinere Kliniken müssen auch nicht alle Spezialbehandlungen anbieten, aber die Grund- und Regelversorgung sollte in einer Stadt wie Peine mit immerhin fast 50 000 Einwohnern schon wohnortnah gewährleistet sein. Und wenn kleine Krankenhäuser oftmals defizitär sind, sollte man nicht rigoros alles einfach dicht machen, sondern nach den Gründen für die Schieflage schauen und konstruktive Lösungen suchen. Zwar soll und kann ein Krankenhaus nicht um jeden Preis erhalten bleiben, aber ausschließlich die finanzielle Seite zu sehen, ist auch nicht richtig – schließlich ist ein Patient auch nicht einfach nur ein Kostenfaktor.

Von vonTobias Mull

Mit 16 Millionen Euro hat der Landkreis Celle nicht ganz uneigennützig das kriselnde Peiner Klinikum gerettet. Und welchen Preis muss für diese Rettung jetzt der Landkreis Peine bezahlen? Diese Frage stellt Tobias Mull, stellv. Redaktionsleiter der PAZ.

20.06.2019

Kreis und Stadt wollen dem kriselnden Klinikum Peine helfen – ihre Unterstützung koppeln sie jedoch an strikte Bedingungen. Diese Taktik könnte aufgehen, birgt jedoch auch Risiken, findet Tobias Mull, stellv. Redaktionsleiter der PAZ

08.06.2019

Nichts ist mehr sicher – die gezauste SPD muss selbst in einer Hochburg wie Peine kräftig Federn lassen. Dass es der CDU kaum besser ergeht, dürfte ein schwacher Trost sein - zumal mit Blick auf den Erfolg der AfD, den weder die beiden Volksparteien noch die zu neuen Höhenflügen aufgebrochenen Grünen verhindern konnten.

26.05.2019