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Aktuelles In diese Taschen passt das halbe Leben
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04:55 28.10.2019
Kunstfell sieht man häufig an Handtaschen - so zum Beispiel auch bei dieser Microbag in Weinrot von Unisa (ca. 70 Euro). Quelle: Unisa/dpa-tmn
München/Offenbach

Handtaschen dienen in erster Linie dazu, die wichtigsten Dinge im Leben einer Frau am Mann zu haben. Aber den Kultstatus der Handtasche macht das nicht aus. Sie ist immer auch ein modisches Statement.

Denn eine Handtasche sagt viel über die Trägerin aus, veredelt ihr Outfit - und ist manchmal sogar Kapitalanlage, wie die berühmte und teure Birkin-Bag von Hermès beweist. Aber die ist auch eher die Ausnahme als die Regel - und man muss auch nicht das preisliche Äquivalent eines Kleinwagens auf den Tisch legen, um taschenmäßig im Trend zu sein. Ein Überblick:

Trend 1: Von winzig-klein bis ganz groß

"In diesem Winter gibt es Handtaschen in allen Extremen", hat Mode-Redakteur Stefan Lindemann der Zeitschrift "Glamour" auf Modeschauen beobachtet. "Angesagt sind dieses Mal unter anderem extrem kleine Micro-Bags."

Manche sind so klein, dass man sie am kleinen Finger trägt. Es passt gerade mal ein Schlüssel hinein. Die etwas größeren Varianten der Micro-Bags bieten immerhin Stauraum für Smartphone, Kreditkarte und Autoschlüssel. Sie sind eine tolle Alternative zur klassischen Handtasche, wenn man abends ausgeht. "Darüber hinaus sind aber auch Taschen gefragt, in die das halbe Leben passt", so Lindemann weiter.

Trend 2: Transparent und geschichtet

Manchmal sieht man diesen Lebens-Inhalt sogar. So sind auch transparente Modelle aktuell beliebt. "Persönlich habe ich sogar bereits einen komplett transparenten Koffer gesehen", berichtet Lindemann. Meist allerdings befindet sich im Inneren der transparenten Tasche eine zweite Hülle.

Auch bei den nicht transparenten Taschen ist die Mehrzahl angesagt: Das sogenannte Layering, das bislang bei den Kleidungsstücken im Trend war, kommt nun auch bei den Taschen an. Und das heißt nichts anderes, als dass man mehrere Taschen gleichzeitig trägt.

Trend 3: Fototaschen und geometrische Formen

Angesagt sind vor allem geometrische Formen. "Mittelgroße, eckige Taschen sind ideal für Office und Freizeit, weil sie Stauraum für die wichtigsten Dinge bieten, ohne unpraktisch zu sein", erklärt Claudia Schulz vom Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie.

"Viele der neuen Taschentypen sind zudem angelehnt an Camera-Bags, die wahlweise als Schulter- oder klassische Handtasche getragen werden", berichtet Schulz weiter. Daneben beliebt bei Designern: Halbrunde Varianten.

Trend 4: Kunstfell und Stepp

Kunstfell sieht man häufig an Handtaschen. Ebenfalls wieder beliebt: Gesteppte Oberflächen - ebenfalls teils mit Pelz versehen. "So kann man gleich zwei Trends in einem Stück kombinieren", urteilt Schulz.

Trend 4: Grün ist die Trendfarbe, Braun ein Muss

Bei Farben ist die Trendfrage immer etwas schwierig. Eigentlich ist ja alles im Handel zu finden. So auch bei den Taschen, gerade die beliebten Klassiker wie Schwarz und Dunkelblau bleiben erhalten, berichtet Simone Reiner, Redakteurin beim Fachmagazin "Textilwirtschaft".

"Aber darüber hinaus erobern auch ganz andere Töne die Accessoires-Mode. Grün ist dabei ein echter Eyecatcher", erklärt die Trendexpertin. "Die Palette reicht von einem leuchtenden Apfelton bis zum dezenten Flaschengrün."

Eine Sonderrolle nimmt in diesem Herbst Braun ein. "Töne aus dieser Skala sind ein echtes Muss", findet Reiner. "Das gilt für alle Nuancen von Braun bis hin zu einem hellen Cognacton." Der Rat der Expertin: "Dieser sieht übrigens auf Veloursleder besonders edel aus."

Modemutige tragen überdies "weiße Taschen, die im Herbst ebenfalls ein großes Thema sind", ergänzt Taschen-Expertin Reiner.

dpa

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