Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Gesundheit WHO verkündet Ausrottung des Polio-Virus Typ 3
Mehr Gesundheit WHO verkündet Ausrottung des Polio-Virus Typ 3
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 24.10.2019
Ein Gesundheitsarbeiter gibt einem Kind in der afghanischen Region Kandahar einen Polio-Impfstoff im Rahmen einer Impfkampagne. Quelle: Sanaullah Seaim/XinHua/dpa
Anzeige
Genf

Dort wurden im 2018 insgesamt 33 Fälle von Ansteckung mit einem Wildvirus registriert. Polio kann Kinderlähmung verursachen. Die Gefahr sei aber nicht gebannt, wenn nicht in allen Ländern hohe Impfraten erhalten blieben, so die WHO. Dann bestehe das Risiko, Polio-Viren wieder zu importieren.

Mehr zum Thema

Kinderlähmung: Gefahr in Deutschland noch nicht gebannt

Anders war es auf den Philippinen, wo im September der erste Fall seit Jahrzehnten auftauchte. Das Virus stammte aus einem Impfstoff mit abgeschwächten Viren, die sich wegen schlechter sanitärer Bedingungen verteilt haben dürften. Solche Fälle passieren auch vereinzelt in afrikanischen Ländern. Nur hohe Impfraten könnten derlei Ansteckungen verhindern, hieß es.

Anzeige

Mehr zum Thema

Frühere Gesundheitsnotlagen: Zika, Ebola, Polio und Schweinegrippe

In Deutschland werden nach Angaben des Robert Koch-Instituts andere, inaktivierte Impfstoffe genutzt, bei denen so ein Risiko nicht besteht. Geimpfte Menschen seien vor allen Polio-Viren geschützt. Polio betrifft vor allem Kinder unter fünf Jahren und kann nach WHO-Angaben innerhalb von Stunden zur Lähmung führen. Einer von 200 Infizierten sei betroffen. Fünf bis zehn Prozent der Patienten sterben demnach, weil ihre Atemmuskeln betroffen sind.

Mehr zum Thema

Fünf Krankheiten, gegen die Kinder geimpft werden sollten

Die WHO verfolgt seit 1988 das Ziel, Poliomyelitis auszurotten. Mit Typ 2 gelang das 1999, der letzte Typ-3-Fall tauchte 2012 in Nigeria auf. Die Infektionen gingen um mehr als 99 Prozent zurück. "18 Millionen Menschen können heute laufen, die sonst gelähmt wären", so die WHO. In Deutschland infizierte sich zuletzt 1990 jemand mit einem Wildvirus, so das Robert Koch-Institut. Die letzten importierten Fälle aus Ägypten und Indien seien 1992 registriert worden.

RND/dpa