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Gesundheit Bettwanzen: Wie man sie erkennt und was dagegen hilft
Mehr Gesundheit Bettwanzen: Wie man sie erkennt und was dagegen hilft
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15:20 24.05.2019
Bettwanzen fühlen sich in plüschigen Betten wohl und halten dort bis zu einem Jahr ohne Nahrung aus. Oft bringen wir sie aus dem Urlaub im Gepäck mit, ohne es zu wissen. Quelle: picture alliance / dpa
Dessau-Roßlau

Wer Bettwanzenbisse an sich entdeckt, neigt dazu, die Schuld auf die Unterkunft im Urlaub zu schieben. Doch die Ausbreitung von Bettwanzen hat nichts mit der Sauberkeit eines Hotels zu tun.

Sandflohbisse dagegen fängt man sich, wie der Name schon vermuten lässt, am Strand ein. Diese Bisse werden recht groß, jucken intensiver als andere Insektenstiche und enden mit einem Besuch beim Arzt.

Tourismus sei Dank: Die Bettwanze ist wieder da

Der Tourismus ist für viele – vor allem südliche – Länder die Haupteinnahmequelle. Als der Tourismus noch nicht so ausgeprägt war, waren auch Bettwanzen lange kein Problem. In Hotelzimmern mit plüschigen Betten, Schubladen mit extra Decken und anderen Accessoires, können Bettwanzen lange unentdeckt bleiben, informiert der Deutsche Schädlingsbekämpfer Verband (DSV). Außerdem kommen sie ein Jahr ohne Nahrung aus.

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Bettwanzen: Auch wieder in Deutschland

Wenn ein Hotelgast in einer Unterkunft Bettwanzen vermutet, sollte er sein Gepäck weit weg vom Bett aufbewahren. Koffer oder Rucksack werden zudem möglichst gut verschlossen. So lässt sich das Risiko reduzieren, die Wanzen mit dem Gepäck nach Hause zu nehmen, erklärt das Umweltbundesamt. Wenn der Verdacht auf Bettwanzenbefall besteht, sollten Urlauber das Gepäck daheim in der Badewanne auspacken, um fliehende Tiere zu entdecken.

Bettwanzenbisse: Starker Juckreiz und Blasen

Die Reaktionen auf die Bisse der Bettwanzen fallen unterschiedlich aus: Einige Betroffene haben gar keine Beschwerden – bei den meisten Gebissenen jedoch jucken die Bisse sehr stark. Es können sich sogar schmerzende Blasen und Entzündungen bilden. Ein Besuch beim Arzt ist hier ratsam.

Umweltbundesamt: Hygiene ist kein Faktor

Ein Problem ist, dass Bettwanzen nur schwer zu erkennen sind. Stiche und herumlaufende Tierchen sind Alarmzeichen. Meist verstecken sich die Wanzen jedoch. Man findet dann oft nur ihren Kot in Form von schwarzen Punkten.

Ein häufiger Irrtum: Bettwanzen haben nichts mit der Hygiene zu tun, erläutert das Umweltbundesamt. Vielmehr können sie völlig unabhängig von der Sauberkeit eines Zimmers auftreten.

Die Tiere werden zwischen 4 und 8,5 Millimeter groß. Sie verbreiten sich beim Transport von befallenen Gegenständen - vor allem aus dem Urlaub. Wer eine Bettwanze entdeckt, sollte diese zerquetschen.

Sandflohbiss: Kann zur Blutvergiftung führen

Das unbefruchtete Sandfloh-Weibchen bohrt sich oft in die Fußsohlen oder in die Zehenzwischenräume zum Zweck der Eiablage. Das Hinterteil des Parasiten schaut aus der Haut heraus, damit ein Männchen das Weibchen begatten kann. Während die Eier heranreifen, verbleibt der Sandfloh bis zu 4 Wochen unter der Haut und ernährt sich vom Blut des Wirtes. Der Floh kann dann so groß wie ein Kirschkern werden. Erst, wenn die Eier reif sind, gibt das Weibchen sie nach außen ab, verstirbt und wird als Fremdkörper abgestoßen.

Der Biss eines Sandflohs sollte von einem Arzt behandelt werden, da bei einer Selbstbehandlung eine sehr große Infektionsgefahr besteht, die sogar zu einer Blutvergiftung führen kann.

Damit es gar nicht erst zu diesen Bissen kommen kann, empfiehlt es sich, am Strand stets einen speziellen Insektenschutz oder Kokosöl zu verwenden. Kokosöl enthält Laurinsäure, die dieser Parasit nicht mag. Und wer doch einen Biss entdeckt: Kühlen der Stelle hilft, den Juckreiz abzuschwächen.

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Von RND/dpa/hb

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