Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Aktuelles Viele Bambusbecher geben Schadstoffe ab
Mehr Bauen & Wohnen Aktuelles Viele Bambusbecher geben Schadstoffe ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:01 23.07.2019
Mehrwegbecher aus Bambus enthalten Warentestern zufolge Melaminharz und können bei hohen Temperaturen Schadstoffe abgeben. Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Berlin

Bambusbecher enthalten Melaminharz - ein Kunststoff, der unter Umständen als gesundheitsgefährdend gilt. Und in über der Hälfte der Becher einer Stichprobe der Stiftung Warentest ("test", Ausgabe 8/2019) ging der Stoff auch auf den Inhalt über.

Das Urteil der Produktexperten: "Lassen Sie die Finger von Bambusbechern." Zwar gelten die to-go-Becher als die umweltschonende Alternative zu Einweg-Varianten aus Pappe. Aber: Die fein zermahlenen Bambusfasern brauchen Klebstoff, um in Form zu kommen und zu bleiben. Hierfür wird Melaminharz verwendet.

Ist der Kunststoff ordentlich verarbeitet und wird er nicht Temperaturen von über 70 Grad ausgesetzt, gehen keine nennenswerten Schadstoffmengen in Lebensmittel über, erläutert die Zeitschrift "test". Heißer Kaffee kann aber so warm sein. Auch in Mikrowellen besteht beim Aufwärmen die Gefahr der Überhitzung.

Die Warentester untersuchten nach jeder dritten und siebten Befüllung eines Bechers den Gehalt von Formaldehyd und Melamin in der Flüssigkeit - beides Stoffe, die aus dem Becher übergehen können. Sieben Becher fielen dabei durch. Außerdem zeigte sich: Die Schadstoffe verflüchtigen sich auch nicht nach einer gewissen Einsatzzeit.

Formaldehyd kann Augen, Haut und Atemwege reizen und steht im Verdacht, Krebs zu verursachen. Melamin ist verdächtig, für Erkrankungen der Blase und der Nieren verantwortlich zu sein.

Ebenfalls bemängelten die Warentester die Kennzeichnung vieler Becher. So warben die Hersteller teilweise damit, dass die Becher biologisch abbaubar seien. Das gilt aber nicht mehr für einen mit Kunststoff angereicherten Bambusbecher. Auch das Recycling ist schwierig, da sich die Mischung nicht wieder in ihre Komponenten aufteilen lässt.

Alternativen zu den Bambusvarianten sind Mehrwegbecher aus Edelstahl, Porzellan und auch Polypropylen (PP), erklärt die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Steht auf dem Becher oder auf seiner Verpackung nicht ausdrücklich, aus welchem Material er besteht, kann man sich am Recyclingcode orientieren. Das ist ein dreieckiges Pfeil-Piktogramm mit einer Zahl in der Mitte - 05 steht für Polypropylen und 07 für sonstige Stoffe, was Melamin einschließen kann.

Darüber hinaus gibt es einige Kennzeichen auf dem Becher oder der Verpackung, die zeigen, wofür der Mehrwegbecher taugt: Ob er überhaupt für den Kontakt mit Lebensmitteln sowie für Mikrowellen geeignet ist.

dpa

Wer in einer deutschen Großstadt ein neues Zuhause sucht, bekommt es schnell zu spüren: Der Wohnraum ist knapp. Das verdeutlicht auch eine neue Untersuchung.

22.07.2019

Eine frei stehende Badewanne braucht andere Wasserzu- und -abläufe als eine Eckwanne, nicht selten muss im Altbau dafür ein Bodenpodest her. Was Hausbesitzer sonst noch vor dem Badumbau wissen müssen.

22.07.2019

Bauen ist kostspielig. Um die Finanzierung auf sichere Beine zu stellen, sollten Bauherren einen Plan haben. Einige Kostenfallen lassen sich so schon im Vorfeld erkennen.

22.07.2019