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Gutes Fahrradlicht muss nicht teuer sein

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05:00 26.08.2020
Es werde Licht: Gutes abnehmbares Akkulicht fürs Fahrrad muss keine großen Löcher ins Budget der Radler reißen. Quelle: Andreas Labes/Stiftung Warentest/dpa-tmn
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Berlin

Die Tage werden wieder kürzer. Dass die Beleuchtung am Fahrrad funktioniert, ist jetzt noch wichtiger. Dabei ist auch abnehmbares Akkulicht erlaubt.

Dank leistungsfähiger LED-Technik strahlen Frontstrahler und Rückleuchter die Strecken aus und machen die Radler von hinten gut sichtbar. Empfehlenswerte Modelle müssen dabei nicht teuer sein.

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Die Stiftung Warentest hat 13 Frontscheinwerfer zwischen 25 und 143 Euro sowie sechs Rückstrahler zwischen 12 und 27 Euro geprüft. Dabei können sich viele günstigere Modell mit "gut" behaupten ( "test"-Ausgabe 9/20).

Auch günstige Leuchten bekommen gute Noten

Bei den Frontstrahlern liegen zwar die zwei teuersten Leuchten vorn. Testsieger wird die "Trelock LS 760 I-Go Vision" für 99 Euro. Sie ist als einzige "sehr gut" (Note 1,3). Die zweiplatzierte "Busch+Müller Ixon Space" schlägt sogar mit 143 Euro zu Buche und schneidet "gut" (1,6) ab. Doch mit "gut" bewerten die Tester auch noch sechs weitere Frontleuchten. Darunter ist mit der "Sigma Aura 35 USB" auch die günstigste im Feld (2,2). Die übrigen Leuchten mit "gut" kosten zwischen 31 und 49 Euro. Drei Lichter schneiden "befriedigend" ab.

Zwei Modelle bekommen keine Empfehlung

Zwei Schlusslichter für 29 und 31 Euro sind nur "ausreichend" (4,5). Die Prüfer können sie nicht empfehlen, unter anderem weil im Test ihr Lampenglas brach, eines sich mit Spritzwasser vollsog oder der Akku zu lange laden muss.

Ein positives Ergebnis zeigt sich bei den sechs Rücklichtern zwischen 12 und 27 Euro. Hier schneiden alle bis auf eines mit "gut" ab. Am besten ist das "Sigma Blaze" (1,7) für 20 Euro. Dahinter liegt das "Büchel Duo LED Stoptech" (2,0) für 27 Euro vor dem "Trelock LS 720 Reego" (2,1) für 18 Euro. Ein Modell ist "befriedigend".

Wichtig: Nur Leuchten mit K-Prüfzeichen sind für den Straßenverkehr zugelassen. Das besteht aus einem "K" und einer Wellenlinie und ist häufig gleich in den Kunststoff der Leuchten eingeprägt. Und zur verkehrssicheren Beleuchtung gehören auch noch Reflektoren, unter anderem an Pedalen und Speichen.

Klare Einstellungssache

Laut Gesetz dürfen Radler keine anderen Verkehrsteilnehmer blenden. Das sei bei Rückleuchten meist kein Problem, so die Tester. Am besten montieren Radler das Hecklicht in einer Höhe von 0,25 bis 1,20 Meter und sorgen dafür, dass weder Taschen noch Mäntel das Licht verdecken.

Um Frontscheinwerfer blendfrei zu justieren, ist etwas mehr Arbeit nötig. Dazu stellt man das Fahrrad in einer Entfernung von fünf Metern vor einer Wand auf. Das Licht ist entweder am Lenker oder am Steuerrohr festgemacht. Diese Höhe vom Boden misst man ab und überträgt das Ergebnis mit Klebeband oder Kreide auf die Wand. Auf halber Höhe davon zum Boden setzt man eine Markierung.

Den hellsten Punkt des Scheinwerferstrahls richten die Radler anschließend genau dorthin. Die Einstellung ist korrekt, wenn dabei kein Licht über die obere Markierung fällt. Ansonsten neigt man den Scheinwerfer so lange nach unten, bis das nicht mehr der Fall ist.

© dpa-infocom, dpa:200825-99-303292/3

dpa