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Lengede/Vechelde/Wendeburg Heute vor 55 Jahren geschah das „Wunder von Lengede“
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Heute vor 55 Jahren geschah das „Wunder von Lengede“
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00:19 09.11.2018
Adolf Herbst und seine Frau Dagmar zeigen das Foto, auf dem sie sich nach der Rettung Herbsts zum ersten Mal wieder in die Arme schließen. Quelle: Antenne Niedersachsen
Lengede

Der 7. November ist ein Tag, den Adolf Herbst niemals vergessen wird. Es ist der Tag seiner Rettung. Heute vor 55 Jahren wurde er zusammen mit zehn anderen Bergleuten nach einem Wassereinbruch im Eisenerzbergwerk Lengede-Broistedt gerettet. Der Radiosender Antenne Niedersachsen bringt aus diesem Anlass Interviews mit Zeitzeugen, gesendet wird ein Beitrag an diesem Mittwoch um 17.45 Uhr.

500 Millionen Liter Wasser gelangten in den Schacht

Die Rettung der elf Bergleute zwei Wochen nach der Katastrophe ist als „Wunder von Lengede“ in die Geschichte eingegangen. Adolf Herbst, damals gerade 20 Jahre alt, war eigentlich kein Bergmann. Als Monteur der Firma Siemens reparierte er gerade Pumpenanlagen unter Tage, als gegen 20 Uhr am 24. Oktober 1963 ein Klärteich einbrach und sich fast 500 Millionen Liter Wasser und Schlamm in den Schacht Mathilde ergossen. Die Extraschicht hatte er nur übernommen, um am nächsten Tag für die Vorbereitung seiner Verlobung mit seiner Freundin Dagmar freizubekommen.

Die Männer mussten in völliger Dunkelheit ausharren

Die Bergleute flohen vor den Wassermassen, 79 der 129 Männer erreichten in den ersten Stunden selbstständig das Tageslicht. Adolf Herbst und weiteren Bergleuten gelang dies nicht, sie retteten sich in einen sogenannten „Alten Mann“, eine Bruchhöhle. Vor dem Wasser waren sie dort zwar in Sicherheit, doch immer wieder fielen Steinbrocken herunter – eine tödliche Gefahr. Nach der ersten Nacht waren bereits sechs der 21 Männer im „Alten Mann“ erschlagen worden oder vor Erschöpfung umgekommen. In völliger Dunkelheit – die Batterien der Grubenlampen waren schnell leer – und ohne Nahrung, schwand die Hoffnung auf Rettung zusehends.

Über Tage starteten die Retter am 3. November – zehn Tage nach dem Unglück – eine der letzten verzweifelten Suchbohrungen. Und wie durch ein Wunder stießen sie dabei auf einen Hohlraum, aus dem Klopfzeichen nach oben drangen. Es folgte eine fieberhafte Rettungsaktion, die den Eingeschlossenen wie eine Ewigkeit vorkam.

Elf Bergleute wurden gerettet

Schließlich, am 7. November, das „Wunder von Lengede“: Elf Bergleute wurden mit einer Dahlbuschbombe, einer engen Rettungskapsel, ans Tageslicht gebracht. Auch Adolf Herbst war darunter und konnte seine Dagmar wieder in die Arme schließen.

Die weiteren Beiträge dazu sind im Internet auf www.antenne.com nachzuhören.

Von Mirja Polreich

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