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Lengede/Vechelde/Wendeburg Wendeburger haben doppelt die Wahl
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Wendeburger haben doppelt die Wahl
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08:00 22.05.2019
Gerd Albrecht will Bürgermeister der Gemeinde Wendeburg bleiben. Quelle: Michaela Gebauer
Wendeburg

Wenn sie am Sonntag die Wahllokale betreten, bekommen die Wendeburger als einzige im Landkreis Peine zwei Wahlzettel ausgehändigt: Sie werden nicht nur über das neue Europa-Parlament abstimmen, sondern auch über ihren Bürgermeister.

Während der Wahlzettel im ersten Fall beeindruckend umfangreich und vielleicht auch ein wenig verwirrend ist – immerhin sind 41 Parteien für die Europawahl zugelassen –, ist es im zweiten ebenso bemerkenswert einfach: Einziger Kandidat für die zum 1. November neu zu besetzende Position des hauptamtlichen Bürgermeisters der Gemeinde ist der bisherige Amtsinhaber Gerd Albrecht (CDU), der seit 2011 an der Spitze der Verwaltung steht.

Wahl zwischen „Ja“ und „Nein“

Dennoch haben die Bürger die Wahl: Sie können sich zwischen „Ja“ und „Nein“ entscheiden. Die einfache Mehrheit der Stimmen entscheidet. So könnten die Bürger ihm also ihr Vertrauen verweigern, indem sie mehrheitlich „Nein“ ankreuzen. Das ist im Niedersächsischen Kommunalwahlgesetz so geregelt. Sollten also mehr Gegner als Befürworter wählen gehen, muss innerhalb von sechs Monaten eine neue Direktwahl durchgeführt werden. Die aktuelle Amtszeit des Bürgermeisters endet am 31. Oktober.

Wie bewerten die Wähler den Bürgermeister?

Dennoch nimmt Albrecht die Abstimmung natürlich sehr ernst. „Ich werte meine erneute Nominierung und auch das Fehlen weiterer Kandidaten zwar insgesamt als positive Bewertung meiner bisherigen Arbeit, aber es wird schon spannend zu erfahren, wie viele Bürger das auch so sehen“, sagte Albrecht kürzlich gegenüber der PAZ. Er selbst ist im Rückblick zufrieden mit dem, was er während seiner allmählich zu Ende gehenden ersten Amtszeit erreicht hat.

Kein Wahlkampf

„Natürlich habe ich mir gut überlegt, ob ich noch einmal antreten möchte. Zum Ende der nächsten Amtszeit bin ich immerhin 69 Jahre alt“, so Albrecht. Aber er traue sich die Aufgabe zu und habe noch die Kraft und Energie für eine zweite Amtszeit. Seine Arbeit mache ihm nach wie vor sehr viel Spaß und es gebe noch viele Projekte, die er gern weiter verfolgen und umsetzen wolle.

Auf eine Plakatkampagne oder andere Wahlkampf-Aktionen hat Albrecht verzichtet. Das dadurch eingesparte Geld will er für einen guten Zweck zur Verfügung stellen.

Parallelen zu Edemissen

Eine ähnliche Situation gab es übrigens 2014 in der Gemeinde Edemissen: Damals wurde dort parallel zur Europawahl ebenfalls der Bürgermeister gewählt, auch dort gab es mit dem bisherigen Amtsinhaber Frank Bertram (parteilos) nur einen Kandidaten. Er bekam 84 Prozent der abgegebenen Stimmen. 52,2 Prozent der Wahlberechtigten waren an die Urnen getreten.

Von Kerstin Wosnitza

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