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Lengede/Vechelde/Wendeburg Eichenprozessionsspinner im Fürstenauer Holz entdeckt
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Eichenprozessionsspinner im Fürstenauer Holz entdeckt
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14:01 05.07.2019
Ein Nest vom Eichenprozessionsspinner. Quelle: dpa
Fürstenau

Der Eichenprozessionsspinner (kurz EPS) breitet sich der Region immer weiter aus. Nun wurden auch im Fürstenauer Holz bei Vechelde Nester dieser giftigen Nachtfalter-Raupen entdeckt. Waldbesucher sollten Abstand halten, denn die Brennhaare enthalten ein Eiweißgift, das allergische Reaktionen auslösen kann.

Akute Gefahr

Eine akute Gefahr entsteht durch das Berühren der Raupen, der Gespinstnester und durch die Bodenvegetation unter den Eichen. Nach Kontakten kann es zu starkem Juckreiz, sichtbaren Hautreaktionen, starken Schwellungen der Augenlider und einem allgemeinen Krankheitsgefühl kommen. Bei einem Kontakt mit Raupenhaaren wird dringend dazu geraten, sich die Augen zu spülen, zu duschen und die Kleidung zu wechseln.

Stark vermehrt

Vor allem von Osten kommend, hat sich das Insekt bereits in den letzten 15 Jahren stark in den niedersächsischen Eichenwäldern vermehrt. Mittlerweile kommt der EPS in fast allen Eichenwäldern des Forstamtes Wolfenbüttel vor. Die Wälder des Forstamtes liegen zwischen Peine, Helmstedt, Brome und Wolfenbüttel.

Kaum natürliche Gegenspieler

„Der Eichenprozessionsspinner profitiert von den warmen Temperaturen der letzten Jahre und breitet sich weiter aus – auch, weil er kaum natürliche Gegenspieler hat. Insbesondere dann, wenn die Raupen in mehreren Jahren in Folge fressen, werden die Eichen stark geschwächt und drohen abzusterben“, heißt es in einem Pressebericht der niedersächsischen Landesforsten.

Von Meldungen absehen

„Auch im Landkreis Peine ist der Eichenprozessionsspinner angekommen. Im Fürstenauer Holz habe ich die ersten größeren Nester des EPS beobachten können“, sagt Revierleiter Michael Cordes aus der Revierförsterei Barnbruch. Die Population breitet sich seit Jahren weiter aus. Die Förster wissen um die Vorkommen und bitten von weiteren Meldungen besorgter Bürger abzusehen. Waldbesucher sollten den Kontakt mit den Raupen oder Nestern des Prozessionsspinners meiden und einen Sicherheitsabstand einhalten.

Im Wald schwer zu bekämpfen

„Anders als in Parks oder entlang von Straßen können wir die Nester und Raupen im Wald nicht vom Boden aus absaugen“, so Andreas Möhring, Betriebsdezernent aus dem Forstamt Wolfenbüttel. „Inwieweit die im Landkreis Gifhorn diesjährig erstmals durchgeführte Bekämpfung aus der Luft Erfolge verzeichnet und die Population abgenommen hat, können wir im kommenden Frühjahr bewerten. Das Monitoring gemeinsam mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt geht weiter.“

Von Kerstin Wosnitza

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