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Lengede/Vechelde/Wendeburg Weihnachten im Ersten Weltkrieg: Bilder sagen mehr als 1000 Worte
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Weihnachten im Ersten Weltkrieg: Bilder sagen mehr als 1000 Worte
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00:54 24.12.2018
Weihnachts-Postkarte aus dem Ersten Weltkrieg. Quelle: privat
Lengede

Einen kleinen Schatz hütet der Seniorenbeauftragte der Gemeinde Lengede, Wilhelm Meier: Er ist im Besitz mehrerer Feldpostkarten, die in den Jahren des Ersten Weltkriegs zu Weihnachten verschickt wurden. Sie stammen zum Teil aus Meiers Familie, zum Teil wurden sie ihm auch von Bekannten überlassen.

„Ich denke, 100 Jahre nach Kriegsende ist ein guter Zeitpunkt, einige von ihnen zu veröffentlichen“, sagt Meier, der die Karten der PAZ dafür zur Verfügung gestellt hat.

Weihnachten im Feld

Besonders bewegend ist das Motiv auf einer der Karten. Es zeigt Soldaten – darunter einen verwundeten – im Feld. Sie hocken im Freien im Schnee singen ein Lied. Begleitet werden sie dabei von zwei Ziehharmonikas. Es gibt einen kleinen, spärlich geschmückten Weihnachtsbaum und darunter augenscheinlich sogar einige Geschenke – möglicherweise Pakete von den Lieben daheim.

Oben links eingeklinkt ist das Bild einer jungen Frau, die zwar offenbar daheim in der Stube mit einem festlich geschmückten Weihachtsbaum sitzt, aber allein. Sie hält das Porträt eines Mannes in Uniform in der Hand und schaut den Betrachter sehnsuchtsvoll an. „Herzliche Weihnachtsgrüße und baldiges Wiedersehen“ lautet der Text auf dieser Karte. Das baldige Wiedersehen war in jenen Tagen sicher der sehnlichste Wunsch vieler Menschen.

Diese Karte wurde per Feldpost gesendet und ist am 16.12.1914 von Papa an seinen lieben Jungen datiert.

Sieg als Wunsch zu Weihnachten

„Zum Weihnachtsfest gedenk ich dein, Gott mög´ den Sieg uns bald verleih´n“ ist neben einem „Innigsten Weihnachtsgruß“ auf einer anderen Karte als Wunsch an den Adressaten zu lesen. Auch sie zeigt Soldaten in Uniform, diese sehen aber recht fröhlich aus uns prosten in die Kamera. Die Getränke kamen möglicherweise per Post von den Angehörigen. Das lassen zumindest die geöffneten Pakete zu Füßen des links abgebildeten Mannes vermuten.

Ein niedliches kleines Mädchen in Heeresuniform mit einem Tannenzweig und einer Banderole in den Reichsfarben Schwarz-Weiß-Rot auf der dritten Karte weckt aus heutige Sicht eher zwiespältige Gefühle, sollte aber wohl Gefühle wie Mut und Zuversicht wecken.

Auch diese Karte wurde mit Weihnachtsgrüßen verschickt. Quelle: privat

Die vierte Karte mutet nicht weihnachtlich an, enthält im Text aber herzliche Weihnachtsgrüße. Womöglich wurde sie verwendet, weil keine passendere zur Hand war.

Von Kerstin Wosnitza

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