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Lengede/Vechelde/Wendeburg Tennet testet Pflugverfahren zur Erdkabelverlegung
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Tennet testet Pflugverfahren zur Erdkabelverlegung
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20:00 09.07.2019
In einem öffentlichen Test stellte Tennet das neue Verfahren zum Verlegen von Drehstrom-Erdkabeln vor. Quelle: Rudolf Karliczek
Vechelde/Wartjenstedt

Im Oktober 2019 soll der Bau für den bisher längsten Erdkabel-Abschnitt im deutschen Drehstromnetz beginnen. Er wird im Zusammenhang mit dem Bau der Höchstspannungsleitung von Wahle nach Lamspringe (Kreis Hildesheim) realisiert. Auf einem 13 Kilometer langen Teilstück soll das Kabel unterirdisch verlegt werden. Dafür hat das ausführende Unternehmen Tennet gemeinsam mit dem Kabelpflugspezialisten Frank Föckersberger GmbH ein neues Verfahren entwickelt.

Speziell entwickelter Kabelpflug

Dieses sogenannte Mehrfachpflugverfahren wurde am Dienstag in der Baddenstedter Gemeinde Wartjenstedt im Landkreis Wolfenbüttel bei einem Test der Öffentlichkeit vorgestellt. Eingeladen waren Vertreter der Politik, Behörden und Verbänden sowie der Landwirte und Landnutzer. Auf einer Länge von rund 200 Metern wurde gezeigt, wie der speziell entwickelte Kabelpflug eingesetzt werden kann.

Im Gespräch (v.l.): Tennet-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens, SPD-Landtagsabgeordneter Marcus Bosse und Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies. Quelle: Rudolf Karliczek

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies zeigte sich davon überzeugt, dass innovative Techniken wie diese helfen, die Akzeptanz für den Netzausbau für die Energiewende zu erhöhen. „Auch beim Einsatz von Erdkabeln ist es möglich, durch neue Verlegetechniken Eingriffe in die Bodenstruktur zu minimieren sowie Baukosten und Bauzeiten zu reduzieren“, sagte der Minister. Laut Tennet-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens gingen dem Test drei Jahre Forschungsarbeit voraus.

Wahle-Mecklar: Baubeginn steht bevor

Bereits im Oktober sollen mit den ersten Spülbohrungen die Baumaßnahmen für den Kabelabschnitt beginnen. Sofern die Testphase mit dem Pflug erfolgreich verläuft, soll das neue Verfahren im Frühjahr 2020 versuchsweise auf geeigneten Streckenabschnitten beim Projekt Wahle-Mecklar eingesetzt werden.

Das Vorgehen: Zunächst wird der nährstoffreiche Mutterboden abgetragen und gesondert gelagert. Im nächsten Schritt wird für jeweils drei der zwölf Leerrohre ein rund 40 Zentimeter breiter Frässchlitz erstellt, in den bis zu 1000 Meter lange Leerrohre verlegt werden. In diese werden dann die eigentlichen Kabel eingezogen. Durch das neue Verfahren ist wesentlich weniger Bodenaushub nötig, als bei der herkömmlichen Bauweise.

Erfahrungen mit der Kabelpflugtechnik liegen bisher nur für niedrigere Spannungsebenen vor.

Von Kerstin Wosnitza

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